Der Ferrari Amalfi ersetzt im Portfolio des Cavallino Rampante den Ferrari Roma und definiert dabei den Begriff moderner Sportlichkeit neu, indem er hohe Leistung, Vielseitigkeit und raffinierte Ästhetik harmonisch in Einklang bringt. Das neue Coupé wurde für all jene entwickelt, die sportliches Fahren genießen möchten, ohne auf Komfort und Stil zu verzichten. Daher besticht der Amalfi durch eine faszinierende Balance aus Adrenalin und Alltagstauglichkeit.
Kurz gesagt
- Ferrari präsentiert den Amalfi: ein neues 2+-Coupé mit Twin-Turbo-V8 in Front- Mittelmotor-Anordnung
- Eine perfekte Mischung aus moderner Eleganz und hoher Leistung macht den Amalfi zu einem exklusiven Modell im Ferrari Portfolio und im gesamten Markt
- Der neue Amalfi präsentiert sich als Sportwagen, der das Grand-Tourer-Konzept weiterentwickelt – er ist in der Lage, extreme Performance mit Alltagstauglichkeit zu kombinieren
- Den Antrieb übernimmt ein 471 kW/640 PS starker Twin-Turbo-V8 mit Motorsporttechnologie und unverwechselbarem Sound: Garant für hohe Leistung und sofortiges Ansprechen unter allen Bedingungen
- Prägnantes Design und Hightech-Interieur mit Dreifach-HMI-Display, fortschrittlichem Bedienkomfort und Premium-Audiosystem für ein immersives Erlebnis
Das Design des neuen Modells ist fließend und minimalistisch gehalten – die skulpturalen Volumen und klaren Oberflächen vermitteln Modernität und Dynamik. Die Fahrzeugfront wird von einem großen Lufteinlass und einer langen, formschön modellierten Motorhaube dominiert, unter der ein 471 kW/640 PS starker V8-Turbo steckt. Am Heck des Amalfi trägt ein integrierter aktiver Spoiler zur Stabilität bei hoher Geschwindigkeit bei, während Schmiederäder und Karbon-Details die sportlich-elegante Ästhetik komplettieren.




Im Innenraum präsentiert das Modell ein Doppelcockpit-Layout sowie ein neues Lenkraddesign samt physischer Tasten und der Rückkehr des legendären Startknopfs. Das integrierte zentrale Display und die ergonomisch günstigen Bedienelemente erlauben eine intuitive Interaktion mit dem Modell – selbst bei dynamischer Fahrt. Der großzügige Einsatz von Karbon und Kontrastnähten verleiht dem Interieur besondere Exklusivität. Die 2+-Konfiguration ermöglicht eine temporäre Nutzung der Rücksitze, was die Funktionalität des Modells deutlich erhöht, das Gepäckvolumen vergrößert und Ausflüge mit Kindern ermöglicht.
Herzstück des Amalfi ist ein weiterentwickelter Twin-Turbo-V8 aus der preisgekrönten F154-Familie, der dank neuer Turbolader-Kalibrierungen 471 kW bzw. 640 PS liefert. Das vielgelobte Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe sorgt für ebenso schnelle wie sanfte Gangwechsel. Die Leistungsdaten sind beeindruckend: Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,3 Sekunden, von 0 auf 200 km/h in 9,0 Sekunden – und dies bei einem Leistungsgewicht von 2,29 kg/PS, dem Bestwert in dieser Klasse.
Die Fahrdynamik wurde in vielfacher Hinsicht optimiert: etwa durch die Einführung eines Brake-by-Wire-Systems, durch den für alle Oberflächen und Bedingungen angepassten ABS Evo-Controller und das für ein noch präziseres und progressiveres Ansprechen neu kalibrierte Lenkgetriebe. Die aktive Aerodynamik mit dem neuen integrierten Heckflügel bürgt für Stabilität unter allen Fahrbedingungen und in sämtlichen Manettino-Positionen und trägt dadurch zu maximaler Dynamik bei.
Der Amalfi vereint die neuesten Ferrari Technologien: Das Infotainmentsystem ist vollständig vernetzt und verfügt serienmäßig über Apple CarPlay und Android Auto sowie die Möglichkeit zum kabellosen Laden von Smartphones. Ein neu gestaltetes Lenkrad, das digitale Kombiinstrument und das zentral platzierte horizontale 10,25-Zoll-Display ergeben eine fortschrittliche Mensch-Maschine-Schnittstelle, die Pilot und Beifahrer gleichermaßen einbindet. Zu den optional erhältlichen Features gehört ein Frontlift-System, das dem Modell bis zu einer Geschwindigkeit von 35 km/h durch Vergrößerung der Bodenfreiheit um maximal 40 Millimeter Hindernisse in der Stadt mühelos überwinden lässt.
Das optionale Premium-Audiosystem des Spezialisten Burmester rundet das Erlebnis an Bord ab, indem es ein beeindruckendes Klangerlebnis erzeugt, das jede Fahrt mit Qualität und Detailtreue begleitet.
Der Ferrari Amalfi ist für all jene konzipiert, die ein Coupé suchen, das Eleganz und Leistung, Emotion und Funktionalität in sich vereint. Ein Modell, das die sportliche Seele von Ferrari auf moderne Weise interpretiert und in jedem Kontext ein kompromissloses Fahrerlebnis gewährleistet.
ANTRIEBSSTRANG
Als Antrieb verfügt der neue Ferrari Amalfi über die jüngste Entwicklungsstufe des Twin-Turbo-V8 mit 3.855 cm³ Hubraum aus der F154-Familie – ein Motor, der in jüngster Zeit die meisten internationalen Auszeichnungen gesammelt hat. In dieser neuen Konfiguration sorgen Optimierungen für eine Maximalleistung von 471 kW oder 640 PS bei 7.500/min. Mit einer spezifischen Leistung von 166 PS/l und einer auf 7.600/min angehobenen Maximaldrehzahl kann die kontinuierlich steigende Leistungskurve des Aggregats voll ausgeschöpft werden.
Die Leistungssteigerung wurde nicht zuletzt durch ein fortschrittliches Turbolader- Managementsystem erreicht, das eine unabhängige Drehzahlregelung der beiden Lader mit spezieller Kalibrierung und eine Erhöhung der maximalen Turbodrehzahl auf bis zu 171.000/min ermöglicht. Diese Lösung verbessert das Ansprechverhalten und erhöht die Präzision der Druckregelung, auch dank der Einführung eigener Drucksensoren für jede Zylinderbank. Das weiterentwickelte Motorsteuergerät, das bereits in Modellen wie dem 296 GTB, dem Ferrari Purosangue und dem Ferrari 12Cilindri zum Einsatz kommt, ermöglicht die Ausschöpfung des vollen Motorpotenzials.
Parallel dazu wurden enorme Anstrengungen unternommen, um das Gewicht zu reduzieren: Neue, 1,3 Kilo leichtere Leichtbau-Nockenwellen und ein neu gestalteter Motorblock mit extrem präziser Bearbeitung eliminierten nicht-strukturelles Material und sparten so rund ein weiteres Kilogramm. Erstmals in einem Ferrari Motor kommt Öl mit niedriger Viskosität zum Einsatz, das den Kaltwiderstand um 30 Prozent reduziert und so die Effizienz der Warmlaufphase verbessert.
Dank einer Reihe fortschrittlicher technischer Lösungen reagiert der Motor jetzt noch schneller auf Gaspedalbefehle: Dazu gehören eine Flatplane-Kurbelwelle, kompakte Turbinen mit geringer Trägheit, die Twin-Scroll-Technologie für separates Abgasmanagement und ein Single-Scroll-Krümmer mit gleich langen Kanälen. Diese Elemente tragen zu kontinuierlicher und progressiver Leistungsabgabe bei – mit einer Drehmomentkurve, die in allen Gängen für enormen Durchzug bei mittleren und hohen Drehzahlen bürgt.
An Bord befindet sich weiterhin das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe im Ölbad, das erstmals mit dem SF90 Stradale eingeführt wurde und großen Anklang fand. Das Getriebe erhielt Optimierungen in Gestalt einer leistungsstärkeren Steuereinheit und einer noch tieferen Integration in die Motorsoftware: für noch sanftere und schnellere Schaltvorgänge.
Der Effizienz des gesamten Antriebsstrangs kommen darüber hinaus Lösungen zugute wie die Trockensumpfschmierung des Getriebes, reibungsarme Kegelräder und verbesserte Strategien zur Drehmomentverwaltung der Kupplung, die ein betont ruhiges Fahren im Stadtverkehr gewährleisten, insbesondere während Start-Stopp-Phasen.
Auch dem Sounddesign widmeten die Ferrari Ingenieure besondere Aufmerksamkeit: Ein neues Schalldämpfer-Layout sorgt für die Einhaltung strenger Lärmschutzvorschriften, ohne den typischen Ferrari Sound zu beeinträchtigen. Die Flatplane-Kurbelwelle und die gleich langen Auspuffkrümmer tragen zu einer unverwechselbaren Zündfolge bei. Die Abgasanlage verfügt ferner über einen Katalysator aus keramischem Verbundwerkstoff mit einer trimetallischen Beschichtung aus Rhodium, Platin und Palladium, der dank geringerer thermischer Trägheit durch kürzere Aktivierungszeiten überzeugt. Die Regelung des Sounds übernimmt ein neues, proportional gesteuertes Bypass-Ventil mit speziellen Kennfeldern, um den Auspuffsound an unterschiedliche Fahrbedingungen anzupassen.
DESIGN
AUSSENGESTALTUNG
Der Ferrari Amalfi zeigt sich als Neuinterpretation des Archetyps eines 2+-Coupé Berlinetta mit V8 in Front-Mittelmotorbauweise. Er vereint Tradition und Innovation in einer Designsprache, die die ästhetischen Standards der Marke aus Maranello weiterentwickelt. Das Team des Designzentrums Ferrari Centro Stile unter der Leitung von Flavio Manzoni ließ sich von den eleganten Proportionen des Ferrari Roma inspirieren und entwickelte eine betont skulpturale, moderne Form, ohne die Essenz der Ferrari 2+-Sportwagen aufzugeben.




Das Exterieurdesign entwickelte sich aus einer schlanken, monolithischen „Speedform“, die dem Modell eine starke und dynamische Identität verleiht. Die Oberflächen sind minimalistisch gehalten, wobei scharf gezeichnete Linien und geometrische Volumen eine skulpturale und stimmige Karosserie definieren. Das keilförmige Design der Flanken trägt zusammen mit den in technisch anmutenden Aussparungen integrierten Beleuchtungseinheiten zu einer raffinierten und modernen Ästhetik bei. Die Frontpartie kommt ohne traditionellen Kühlergrill aus. Sie zeichnet sich durch einen in Wagenfarbe lackierten schwebenden Flügel über einem dunklen, vertieften Band aus, in das Sensoren und Scheinwerfer dezent integriert sind. Der untere Splitter vervollständigt die Komposition und betont die optische Breite und Sportlichkeit des Ganzen.




Das Heck wird von einer starken Charakterlinie geprägt, die sich um das gesamte Volumen erstreckt und in einem kompakten, klaren Heckabschluss gipfelt. Die Rückleuchten sind in schlichten grafischen Aussparungen integriert: Sie erinnern an klassische Ferrari, erzeugen aber gleichzeitig eine moderne Bildsprache. Der breite, funktionale Diffusor unterstreicht deutlich seine aerodynamische Funktion, während die Heckscheibe mit dem Spoilerprofil verschmilzt und dadurch eine unverwechselbare stilistische Signatur schafft. Die zur Premiere gezeigte Lackfarbe Verde Costiera ist ein leuchtendes Blaugrün, inspiriert von den Spiegelungen des Meeres entlang der Amalfiküste. Sie unterstreicht die Persönlichkeit des Neulings, wertet die modellierten Oberflächen auf und verleiht dem Design einen frischen, lebendigen Look.
INNENAUSSTATTUNG
Im Innern des Amalfi dominiert ein Doppelcockpit, das Fahrer und Beifahrer in zwei optisch verbundenen Bereichen umschließt, die durch Armaturenbrett, Türverkleidungen und Mitteltunnel miteinander verbunden sind. Der Kokon-Effekt wird durch eine facettierte Oberfläche verstärkt, die die Symmetrie aufbricht und den zentralen Touchscreen hervorhebt. Dadurch entsteht eine formale Interaktion zwischen den beiden Passagieren. Das Interieurdesign präsentiert sich bewusst vereinfacht – mit einer klaren und modernen Formensprache, die in umfassend eingesetzten hochwertigen Materialien und integrierten Technologielösungen ihre Entsprechung findet.




Das Armaturenbrett besticht erstmals bei Ferrari durch ein monolithisches Design, bei dem Kombiinstrument und Lüftungsdüsen zu einem einzigen Block verschmelzen. Der aus einem Block eloxierten Aluminiums gefräste Mitteltunnel ist skulptural gestaltet und wirkt schwebend. Er beherbergt Funktionen wie die Schaltkulisse, den Schlüsselschlitz, die kabellose Ladeschale und weitere Bedienelemente. Die Türgriffe sind in Öffnungen integriert, deren Formen wie kleine Segel wirken, während die Tieftöner hinter perforierten Aluminiumblenden verborgen sind, was zu einer technisch hochwertigen Ästhetik beiträgt.



Die Innenraum-Farbpalette spiegelt den kraftvollen Charakter des Modells wider, wobei die Material- und Farbkombinationen das sportliche Konzept unterstreichen. Verde Bellagio, das leuchtende Grün der Premierenkonfiguration, lenkt die Aufmerksamkeit auf den vorderen Bereich der Kabine. Optionale Komfortsitze sind in drei Größen erhältlich, die für die Massagefunktion über zehn Luftkammern verfügen – mit fünf Programmen und drei Intensitätsstufen – sowie über eine Belüftung für Sitzfläche und Rückenlehne.
Das optionale Premium-Audiosystem des Spezialisten Burmester rundet das Komforterlebnis an Bord ab. Es bietet dank 14 Lautsprechern und 1.200 Watt Leistung herausragende Klangqualität. Ringradiator-Hochtöner sorgen für kristallklare Höhen, während es drei Voreinstellungen ermöglichen, das Klangerlebnis individuell an die eigenen Vorlieben anzupassen. Die Materialien und die Verarbeitungsqualität der Lautsprecher, ausgewählt aufgrund ihrer Eleganz und Haptik, tragen zu einem beeindruckenden und anspruchsvollen Ambiente bei.
MENSCH-MASCHINE-SCHNITTSTELLE (HMI)
Das Nutzerlebnis des neuen Ferrari Amalfi wurde so konzipiert, dass es eine intuitive, einbindende und technologisch fortschrittliche Interaktion bietet – erreicht durch eine umfassend weiterentwickelte Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI – Human-Machine Interface) und eine Reihe von Lösungen zur Steigerung von Komfort und Lebensqualität an Bord.
Das neugestaltete Lenkrad mit physischen Tasten markiert die Rückkehr zu taktilen Bedienelementen. Das Layout ist auf maximale Ergonomie und einfache Erkennbarkeit in jeder Fahrsituation ausgelegt. Auf der linken Seite stellt der zurückgekehrte legendäre Aluminium-Startknopf ab dem Moment der Zündung eine unmittelbare Verbindung zwischen Pilot und Fahrzeug her. Die Bedienelemente wurden funktional sinnvoll verteilt: Links befinden sich die Steuerung der Fahrassistenzsysteme sowie die Bedieneinheiten für die adaptive Geschwindigkeitsregelung, das Telefon und die Sprachsteuerung, während rechts die Auswahltasten für Displayansichten, Scheibenwischer und Blinker angeordnet sind. Auf der Rückseite steuern zwei Drehregler Lautstärke und Senderauswahl.
Das HMI-System ist um drei Hauptdisplays herum gruppiert. Die 15,6-Zoll-Digitalanzeige für die Instrumente liefert alle Fahr- und Fahrdynamikinformationen. In der Mitte des Armaturenbretts ermöglicht ein kapazitiver 10,25-Zoll-Touchscreen Pilot und Beifahrer den Zugriff auf wichtige Funktionen: Multimedia, Radio, Telefon, Displayspiegelung, Klimatisierung, Sitzverstellung und Fahrzeugeinstellungen. Das 8,8-Zoll-Display an der Beifahrerseite schließlich übermittelt dem Passagier weitere Informationen zu Parametern wie G-Kräfte und Motordrehzahl.
Volle Konnektivität wird weiterhin durch die Kompatibilität mit Apple CarPlay und Android Auto gewährleistet, während eine kabellose Ladeschale für Smartphones in den Mitteltunnel integriert ist. Das neue Modell ist außerdem mit dem MyFerrari Connect System ausgestattet, das eine Fernüberwachung des Fahrzeugstatus‘ über eine spezielle App ermöglicht.
AERODYNAMIK
Das aerodynamische Profil des Ferrari Amalfi ist das Ergebnis eines komplexen und sorgfältig konzipierten Projekts, das in enger Zusammenarbeit zwischen der Abteilung für Thermofluiddynamik und dem Designzentrum Ferrari Centro Stile entstand. Der Prozess integrierte Simulationen numerischer Strömungsmechanik (CFD – Computational Fluid Dynamics), Windkanaltests und Designentwicklung in einem gemeinsamen Prozess, der zur Entwicklung eines Designs führte, das sowohl faszinierend als auch funktional ist.

Als Ergebnis zeigt sich eine bis ins kleinste Detail ausgefeilte Karosserie, bei der jedes Element eine präzise Funktion erfüllt. Dazu gehören aerodynamische Verkleidungen am Unterboden vor den Vorder- und Hinterrädern, die den Luftwiderstand reduzieren und die Effizienz verbessern. Ein Bypass-Kanal über den Scheinwerfern schafft eine Verbindung zwischen Frontpartie und Motorraum, was zur Reduzierung des Druckaufbaus und zur Optimierung der Kühlung beiträgt. Die Erzeugung von Abtrieb an der Fahrzeugfront wird durch zwei im Windkanal optimierte Wirbelgeneratoren und zwei in den Splitter integrierte Diffusoren gesteuert, was zudem die Belüftung der Vorderradbremsen verbessert.
Der Unterboden wurde auf maximale Effizienz getrimmt. Er verfügt über spezielle Vorrichtungen zur Reduzierung des Luftwiderstands und zur gezielten Führung des Luftstroms. Der Heckdiffusor wurde komplett neu gestaltet, um einen bestmöglichen Kompromiss zwischen Abtrieb und Luftwiderstand zu finden. Die kontrollierte Ausdehnung des Luftstroms im zentralen Kanal verstärkt die Nachlaufströmung und verbessert die Stabilität.
Ein charakteristisches Element des Hecks ist der aktive, bewegliche Flügel, der harmonisch in das Design integriert wurde. Dieses Bauteil kann je nach Geschwindigkeit sowie entsprechend der Längs- und Querbeschleunigung drei Konfigurationen annehmen: niedriger Luftwiderstand (LD – Low Drag), mittlerer Abtrieb (MD – Medium Downforce) und hoher Abtrieb (HD – High Downforce). Auf Geraden bleibt der Flügel in der LD- oder MD-Position, um den Luftwiderstand zu minimieren, während er in dynamischeren Phasen, wie bei schneller Kurvenfahrt oder starkem Bremsen, in die HD-Konfiguration wechselt. Der Flügel erzeugt bei 250 km/h einen um 110 Kilo erhöhten Abtrieb – bei einem um weniger als 4 Prozent erhöhten Luftwiderstand. Die Zwischenposition MD ermöglicht einen zügigen Übergang zur vollständigen Entfaltung der Performance – als Gleichgewicht zwischen Stabilität und Leistung. Der Flügel funktioniert vollautomatisch, wodurch die klare Linienführung selbst bei niedrigem Tempo erhalten bleibt und das Fahrerlebnis verbessert wird. Vervollständigt wird das Heck durch einen 20 Millimeter hohen integrierten Nolder, der den Luftstrom in der LD-Konfiguration komprimieren hilft.

Auch die Front des Fahrzeugs wurde optimiert, um unter allen Bedingungen eine effektive Kühlung zu gewährleisten: Im mittleren Bereich befinden sich der Wasserkühler des Motors und der Kondensator der Klimaanlage, während die seitlichen Einlässe die Ladeluftkühler des Turboladersystems versorgen.
FAHRZEUGDYNAMIK
Die Fahrdynamik des Ferrari Amalfi repräsentiert eine bedeutende Weiterentwicklung im Segment der 2+-Coupés mit Frontmotor – dank der Integration modernster, in jüngster Zeit entwickelter Ferrari Technologien. Das Herzstück bildet dabei die Einführung von Brake-by-Wire: eine Lösung, die die Bremsleistung deutlich verbessert, den Pedalweg verkürzt und die Modulation optimiert – selbst bei aktiviertem ABS.
Das ABS Evo-System führte Ferrari erstmals im 296 GTB ein und entwickelte es für den Ferrari Purosangue und den Ferrari 12Cilindri weiter. Für den Amalfi wurde es angepasst, um optimale Leistung auf jedem Untergrund und in allen Manettino-Modi zu gewährleisten. Der Controller nutzt Daten des 6D-Sensors, um die Fahrzeuggeschwindigkeit präzise zu schätzen und den optimalen Schlupf für jedes Rad zu ermitteln: für eine optimierte Bremskraftverteilung. Ergebnis ist eine höhere Effektivität beim Bremsen auf gerader Strecke und unter wechselnden Bedingungen, bei denen Querstabilität und Längsverzögerung ausbalanciert sein müssen.
Die hohe Präzision dieser Schätzungen ermöglicht zudem eine bessere Wiederholbarkeit und reduziert Abweichungen, die durch mechanische Toleranzen oder Umgebungsbedingungen, wie die Asphalttemperatur, verursacht werden. Dieser Ansatz ist Teil des SSC: das Side Slip Control 6.1-Framework, das als gemeinsame Sprache für alle dynamischen Steuerungen fungiert – von der Lenkung über das Drehmomentmanagement bis zur Vertikalbewegungssteuerung. Ziel: die Leistung in jeder Situation maximieren.
Eine weitere Innovation ist das Grip-Schätzsystem auf Basis der elektrischen Servolenkung – eine Weiterentwicklung der im 296 GTB eingeführten Lösung. In dieser neuen Version erfolgt die Grip-Schätzung um 10 Prozent schneller und präziser, selbst auf Fahrbahnoberflächen mit sehr geringer Haftung. Die Erkennungslogik nutzt die Dynamiken des elektrischen Lenkgetriebes und den von SSC 6.1 geschätzten Gierwinkel, um die Reifen-Asphalt-Haftung auch außerhalb des Grenzbereichs zu bewerten und so die Reaktionsfähigkeit und Effektivität der Steuerungen zu verbessern.
Zur Unterstützung der Fahrdynamik verfügt der Amalfi zudem über einen aktiven Heckspoiler, der je nach Längs- und Querbeschleunigung aktiviert wird. Unter dynamischen Fahrbedingungen – wie starkem Bremsen oder schneller Kurvenfahrt – wechselt der Spoiler automatisch in die High-Downforce-Position, wodurch zusätzlicher Abtrieb am Heck erzeugt und die Fahrstabilität verbessert wird.
In puncto Sicherheit und Assistenz ist der Amalfi mit einem umfassenden Paket an Fahrassistenzsystemen der neuesten Generation ausgestattet. Dazu gehören: adaptive Geschwindigkeitsregelung, automatische Notbremsfunktion, Toter-Winkel-Erkennung, Spurverlassenswarnung, Spurhalteassistent, automatisches Fernlicht, Verkehrszeichenerkennung und -assistenz, Müdigkeits- und Ablenkungserkennung sowie optional Surround View und Querverkehrswarnung hinten. Alle Systeme sind über die Menüs des Instrumentenclusters konfigurierbar und nahtlos in die elektronische Fahrzeugarchitektur integriert, die außerdem Front- und Heckradar, Kameras und dedizierte Steuerungen umfasst.
Im Verbund ermöglichen diese Technologien dem Amalfi ein präzises, reaktionsschnelles und einbindendes Fahrerlebnis – alle Systeme arbeiten harmonisch zusammen, um maximale Kontrolle und Fahrspaß zu gewährleisten, unabhängig von Straßenbedingungen oder Fahrstil.
REIFEN
Bei der Reifenwahl für den Ferrari Amalfi wurde Wert auf Ausgewogenheit zwischen Ästhetik, Leistung und Komfort gelegt. Die Entwickler entschieden sich für 20-Zoll-Räder, um die harmonischen Proportionen im Einklang mit der Designsprache des Modells zu wahren, ohne Kompromisse beim Fahrkomfort einzugehen. Für maximalen Komfort wurde das für den Ferrari Roma gewählte Querschnittsverhältnis beibehalten, das ein progressives Ansprechverhalten und eine gute Dämpfung von Fahrbahnunebenheiten sicherstellt.

Die Reifendimensionen betragen 245/35 R20 vorn und 285/35 R20 hinten. Diese Konfiguration bürgt für ein ausgewogenes Verhältnis von Agilität und Traktion und trägt zur präzisen und reaktionsschnellen Fahrdynamik bei. Der Amalfi ist serienmäßig mit Reifen ausgestattet, die gemeinsam mit zwei Technologiepartnern entwickelt wurden: Bridgestone Potenza Sport und Pirelli P ZERO.
7 JAHRE WARTUNG
Die einmaligen Qualitätsstandards von Ferrari und der zunehmende Fokus auf hervorragenden Kundendienst liegen auch dem umfangreichen siebenjährigen Wartungsprogramm für den Ferrari Amalfi zugrunde. Das Programm wird für die komplette Ferrari Modellpalette angeboten. Es deckt die gesamten regelmäßigen Wartungen in den ersten sieben Jahren ab. Dieses Wartungsprogramm ist ein exklusiver Service, der den Kunden die Gewissheit gibt, dass ihr Fahrzeug in diesen sieben Jahren das Spitzenniveau an Leistung und Sicherheit beibehält. Der Service steht auch Zweitbesitzern von Ferrari Fahrzeugen zur Verfügung.
Regelmäßige Wartung (in Intervallen von entweder 20.000 km oder einmal im Jahr ohne Kilometerbegrenzung), Originalersatzteile und akribische Überprüfungen durch im Ferrari Training Center in Marinello geschultes Fachpersonal unter Verwendung modernster Diagnose-Tools sind nur ein paar der Vorteile des Genuine Maintenance Programms. Der Service wird weltweit von allen Ferrari Vertriebspartnern im offiziellen Händlernetz angeboten.
Das ‚Genuine Maintenance‘- Programm ist eine Erweiterung der After-Sales-Services und für Kunden vorgesehen, welche die exzellente Leistung bewahren wollen. Dieses Merkmal ist typisch für alle Modelle aus Maranello, die seit jeher ein Synonym für modernste Technologie und Sportlichkeit, sind.