Der Reinste Ausdruck des Fahrens

Ferrari präsentierte heute den Ferrari 12Cilindri Manuale: Diese limitierte Sonderedition des Ferrari 12Cilindri eröffnet neue Optionen, die Essenz der Ferrari DNA in ihrer reinsten Form zu erleben – indem sie das Zusammenspiel von Fahrerwünschen, Mechanik und Kontrolle in den Mittelpunkt des Fahrerlebnisses stellt.

Das neue Modell richtet sich an Piloten, die ein physisches und bewusstes Erlebnis suchen, ohne dabei Kompromisse bei der Alltagstauglichkeit einzugehen. Es verbindet klassische und hochmodere Elemente: die Tradition emotionaler Fahrerlebnisse, wie sie für die Ferrari Gran-Turismo-Modelle der 1950er, 60er und 70er Jahre typisch waren, mit modernster Technologie, um die Interaktion zwischen Pilot und Fahrzeug noch direkter zu gestalten.

Kurz gesagt
  • Der Ferrari 12Cilindri Manuale ist eine limitierte Sonderedition des Ferrari 12Cilindri – sie führt das neue, von Ferrari entwickelte Manuale by-wire System ein. Es bietet ein authentisches manuelles Fahrerlebnis unter Beibehaltung aller Vorteile des Ferrari DCT-Getriebes und intensiviert zugleich die direkte Interaktion zwischen Pilot und Fahrzeug.
  • Der V12-Saugmotor ist mit der neuen manuellen Schaltarchitektur gekoppelt, die einen Schalthebel sowie ein Kupplungspedal mit Clutch-by-wire-Technologie umfasst. Diese Kombination aus hochpräziser Mechanik und Elektronik steht für eine moderne Interpretation des manuellen Schaltens – ergänzt durch die Option, im Automatikmodus fahren zu können.
  • Der auf 1499 Exemplare limitierte Ferrari 12Cilindri Manuale basiert auf dem „Tailor Made“-Individualisierungsprogramm. Zur Verfügung stehen hier exklusive Spezifikationen, in denen sich Handwerkskunst, Designqualität und Liebe zum Detail in absoluter Harmonie vereinen.

Der Ferrari 12Cilindri Manuale wurde entwickelt, um mithilfe von zwei wesentlichen Innovationen ein unvergleichliches, exklusives Erlebnis zu gewährleisten: den manuellen Schalthebel und das neue Kupplungspedal. Gemeinsam bilden sie das in Maranello entwickelte Manuale by-wire System. Diese Lösung interpretiert das analoge Schaltgefühl auf moderne Weise neu und nutzt dabei hochentwickelte Technologie, um Präzision, Reproduzierbarkeit und Bedienkomfort zu gewährleisten. Dank aufwendiger Entwicklungsarbeit gelang es den Ferrari Ingenieuren, die Physikalität der mechanischen Bewegung in ein elektronisches Signal zu übertragen, ohne dabei das analoge Gefühl, die Konsistenz und die Natürlichkeit des Schaltvorgangs zu beeinträchtigen. Ermöglicht wurde dies durch einen hochintegrierten Prozess, der auf spartenübergreifende Expertise innerhalb des Unternehmens zurückgriff – einschließlich der Zusammenarbeit mit dem Team des „Hypersail“-Projekts, das nach dem gleichen Prinzip eine technologisch wegweisende by-wire-Lösung für den maritimen Sektor entwickelt hat.

Der Ferrari 12Cilindri Manuale lässt sich in den ersten sechs Gängen sowie im Rückwärtsgang wahlweise manuell schalten oder im Automatikmodus fahren: maximale Freiheit bei der Wahl zwischen aktivem Fahrerlebnis und Komfort. In diesem Zusammenspiel erweist sich der V12-Saugmotor als idealer Antrieb, um Ablauf und Verhalten der Schaltvorgänge zu optimieren – dank seines bis zu 9.500/min reichenden Drehzahlbands und seiner spezifischen Leistungsentfaltung im oberen Drehzahlbereich.

Das Zusammenspiel zwischen dem innovativen Schalthebel, dem Kupplungs- und dem Gaspedal wird zu einem wesentlichen Bestandteil des Fahrerlebnisses. Es vertieft die Verbindung zwischen Pilot und Fahrzeug, indem es ermöglicht, das volle Potenzial des Boliden auszuschöpfen. Das neue Manuale by-wire System kombiniert die Technologie des hochgelobten 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebes (DCT) von Ferrari mit einer von Grund auf neu entwickelten Lösung. Dabei kommen neue Komponenten sowie ein Schalthebel zum Einsatz, der ein unverfälschtes, direktes und analoges Schaltgefühl vermittelt. Die Architektur umfasst den Schalthebel, ein Bedienpanel sowie die Pedalerie mit einem ebenfalls per by-wire-Technologie angesteuertem Kupplungspedal. Ergänzt wird das System durch Weiterentwicklungen der Steuereinheit sowie der Software für Getriebe und Motor. Ergebnis ist eine Kombination aus mechanischer und elektronischer Technologie, die punktgenaue Präzision und Laststeuerung garantiert, ohne das Fahrgefühl zu beeinträchtigen: ein einzigartiges Angebot in der Welt der High-Performance-Motorisierung.

Das manuelle Schaltsystem besteht aus einer mechanischen Einheit, die mit Sensoren und einer ausgeklügelten Kinematik ausgestattet ist. Diese bildet die für manuelle Ferrari Getriebe typischen mechanischen Lastzustände während der Phasen der Synchronisierung sowie des Ein- und Auskuppelns nach. Die Kinematik erzeugt spürbare Rastpunkte und Lastwechsel, wodurch der Fahrer eine klare Rückmeldung über die Gangwechsel erhält. Wird die Kupplung nicht betätigt oder ein unzulässiger Gang gewählt, kann das System den Schaltvorgang mechanisch blockieren und so dessen Ausführung verhindern. Ist die Sperre hingegen nicht aktiv, lässt sich der Mechanismus frei bewegen. Ergänzt wird das System durch zwei Winkelsensoren zur Erfassung der Hebelstellung, einen Schaltknauf sowie ein hintergrundbeleuchtetes Tastenfeld, das für gute Ablesbarkeit und eine nahtlose Integration in die Benutzeroberfläche sorgt. Der kompakte, modulare Mechanismus wird aus massiven Blöcken gefertigt und wiegt dennoch weniger als 3,5 Kilogramm. Auch die akustische Untermalung der Schaltvorgänge wurde ausgeklügelt konzipiert, um die Wahrnehmung der zugrundeliegenden Mechanik zu intensivieren.

Abgerundet wird die Schalteinheit durch eine für den Ferrari 12Cilindri Manuale komplett neugestaltete Drei-Pedal-Anordnung. Das Clutch-by-wire-Kupplungspedal fungiert als hochpräzise Schnittstelle zwischen Bediener und Antriebsstrang: Die Pedalstellung wird von einem Sensor an der Pedaleinheit erfasst und in eine hydraulische Betätigung der DCT-Kupplung umgesetzt, wodurch Getriebe und Motor bei Gangwechseln exakt aufeinander abgestimmt werden. Dank eines innovativen passiven mechanischen Systems kann die typische Kennlinie mechanisch gekoppelter Schaltgetriebe nachgebildet werden. Ein Winkelsensor erfasst kontinuierlich die Intentionen des Fahrers über den gesamten Pedalweg hinweg. Daraus resultiert ein Verhalten, das der Logik herkömmlicher Schaltgetriebe entspricht: Eine korrekte Synchronisation führt zu einem sanften, präzisen Gangwechsel; andernfalls würde der Vorgang erschwert, was zu einem Ruckeln oder Abwürgen des Motors führen könnte. Diese Lösung steigert die Einbindung des Piloten und sorgt für Fahrfreude durch ein authentisches Feedback auf die Drehmomentabgabe. Zudem verfügt das System über speziell entwickelte Übergangslogiken zwischen manuellem und automatischem Modus sowie ein „Coasting-Management“. Darunter versteht man eine „Segelfunktion“, die einen absolut fließenden Übergang bis hinunter zum Leerlauf gewährleistet und sich beim Verzögern wie eine herkömmliche Kupplung verhält.

Im Innenraum des Ferrari 12Cilindri Manuale werden ikonische Elemente historischer Ferrari Modelle mit Handschaltung auf moderne Weise neu interpretiert: Mittelkonsole, Schalthebel, Schaltknauf, Schaltkulisse und Pedale. Die Schaltkulisse greift das Sechsgang-Schaltschema auf – mit dem Rückwärtsgang oben links –, während der runde Aluminium-Schaltknauf durch ein Display mit Hintergrundbeleuchtung veredelt ist, das die sechs Gänge sowie den aktuell aktiven Fahrmodus (Automatik/Manuell) anzeigt. Der Bereich der Mittelkonsole wurde überarbeitet, um die Ergonomie sowohl bei manuellen Gangwechseln als auch im Automatikbetrieb zu optimieren. Die Pedaleinheit vervollständigt das fahrerorientierte Layout – sie ist in einer Dreieckskonfiguration zwischen Lenkrad und Sitz positioniert. Die ikonische Schaltkulisse wurde neu interpretiert, wobei ihr legendärer Status gewahrt wurde, sie sich aber harmonisch in die Formensprache des Modells integriert. Die Stahlplatte wird durch eine Skulptur aus eloxiertem Aluminium in Form einer Stimmgabel akzentuiert, welche das Bedienfeld und das Fach für den Fahrzeugschlüssel aufnimmt.

Die Gestaltung der Komponenten und der lederbezogenen Konsole wurde ebenfalls so konzipiert, dass sie auf ausgewogene und stimmige Weise mit der zeitgenössischen Ästhetik des Ferrari 12Cilindri harmoniert: ein raffiniertes Detail, das die Rückkehr der Schaltkulisse zu ihrer ursprünglichen Funktion auf dezente Weise würdigt.

Der Ferrari 12Cilindri Manuale wird als limitierte Serie von nur 1499 Exemplaren angeboten – eine Zahl, die an den Hubraum des ersten, 1947 gefertigten Ferrari Zwölfzylindermotors erinnert und die zu einem festen Bestandteil der Identität dieses Modells wurde. Die Neuentwicklung wendet sich vorrangig an Ferraristi, die den zweisitzigen Berlinettas mit V12-Frontmotor treu geblieben sind und ein höchst intensives, unmittelbares Fahrerlebnis suchen.

Seine Exklusivität wird durch eine spezielle „Tailor Made“-Ausstattung sowie Details unterstrichen, die einen sofortigen Wiedererkennungswert garantieren – nicht allein als Erweiterung der Modellpalette, sondern als Ausdruck jener Formensprache, die das Design des Fahrzeugs maßgeblich geprägt hat. Das seitliche Emblem trägt ein per Laser eingraviertes Logo, während Frontsplitter und Heckflügel mit einer Pinstripe-Lackierung versehen sind – als Hommage an den Ferrari 365 GTB/4. Ergänzt werden diese Elemente durch eine spezielle Gestaltung des „Scudetto“-Logos, eigens entworfene geschmiedete Fünfspeichenfelgen sowie Aluminium-Einstiegsleisten mit eingraviertem Emblem.

FERRARI 12CILINDRI

Der Ferrari 12Cilindri ist von den Ferrari Gran-Turismo-Modellen der 1950er und 60er Jahre inspiriert und verkörpert die Mission der zweisitzigen Ferrari V12-Modelle mit Frontmotor in einer Mischung aus Eleganz, Vielseitigkeit und Leistung. Er bildet den jüngsten Spross dieses Stammbaums, führt ein einzigartiges Erbe fort und setzt neue Maßstäbe in puncto Leistung, Komfort und Design. Die Formen drücken Sportlichkeit, Klasse und Schlichtheit gleichermaßen aus: Einfach gehaltene, harmonische Linien gehen überein mit Innovationen, wie die integrierte aktive Aerodynamiktechnologie zur Gewährleistung unvergleichlicher Leistung oder die vorn angeschlagene Motorhaube, die den Blick in den Motorraum eröffnet. Abgerundet wird das Erscheinungsbild durch den für Ferrari 12-Zylinder typischen Doppelauspuff. Unter der Motorhaube schlägt das Herz in Gestalt eines hochmodernen 6,5-Liter-V12-Saugmotors, der 611 kW (830 PS) leistet, bis zu 9.500/min erreicht und sich durch eine lineare Kraftentfaltung sowie einen unverwechselbaren Klang auszeichnet. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 340 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in rund 3,0 Sekunden definiert der 12Cilindri das Konzept des modernen Gran Turismo neu und vereint extreme Leistung mit kompromissloser Raffinesse.

MANUALE BY-WIRE SYSTEM

Das per Schalthebel bedienbare Manuale by-wire System wurde mit dem Ziel entwickelt, ein analoges Erlebnis mit modernster Technologie zu verbinden. Das System kombiniert das hochgelobte 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit einer spezifischen Architektur und völlig neuen Komponenten. Dies ermöglicht manuelle Gangwechsel bei gleichzeitiger Wahrung der funktionalen Konsistenz mit dem Antriebsstrang. Zu den Komponenten gehören der manuelle Schalthebel, ein Bedienfeld und eine speziell neu entwickelte Pedalerie mit einem Clutch-by-wire-Kupplungspedal. Außerdem wurden das Steuergerät und die Getriebesoftware neu abgestimmt, um die veränderten Interaktionen präzise zu steuern. Motor und Getriebe blieben unangetastet, was die Philosophie unterstreicht, nach der Innovationen auf die Schnittstelle und die Qualität der physischen Interaktion konzentriert werden sollen.

SCHALTHEBEL UND KINEMATIK

Das neue Manuale by-wire System von Ferrari wurde nach präzisen technischen Abläufen entwickelt. Dabei bewertete man zunächst die kinematische Präzision, dann Verlauf und Genauigkeit der Belastung sowie schließlich die volle Autonomie des Piloten bei den Gangwechseln. Die Kinematik ermöglicht zwei Drehbewegungen zur Gangwahl und zum Einlegen der Gänge. Das Herzstück des Systems bildet ein zentraler Drehblock aus hochfestem Stahl, der auf dauerhaft präzise und gleichmäßige Bewegungsabläufe ausgelegt ist. Die Funktionsflächen wurden so gefertigt, dass sie eine extrem hohe Maßhaltigkeit und eine sehr geringe Oberflächenrauheit aufweisen. Dies gewährleistet eine klare Rückmeldung sowie Spielfreiheit und Positionsstabilität.

Der Gangwahlhebel ist selbstzentrierend; der Hebel kehrt folglich über ein System aus Exzenterrollen stets in die Neutralstellung zurück. Die verschiedenen Gangpositionen werden durch die ikonische Ferrari Schaltkulisse betont. Zum Einlegen des Rückwärtsgangs muss der Hebel nach unten gedrückt werden. Der Kupplungsmechanismus nutzt hingegen eine profilierte rotierende Trommel in Verbindung mit einem vorgespannten System. Dieses erzeugt einen anfänglichen Kraftanstieg und eine anschließende Entlastung am Hebel – wodurch der Schaltvorgang zu einem physischen Erlebnis wird, das direkt über den Schaltknauf spürbar ist. Um eine dauerhaft gleichbleibende taktile Rückmeldung zu gewährleisten, ist auch die Trommel aus einsatzgehärtetem, hochfestem Legierungsstahl gefertigt.

Hinsichtlich der Integration in den Antriebsstrang ist das Manuale by-wire System so konzipiert, dass das klassische Schaltgefühl erhalten bleibt – geprägt durch physische Kräfte, die Interaktion mit der Schaltkulisse, das Schaltschema und die Lastzustände. Gleichzeitig blieb die Kompatibilität mit dem 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) sichergestellt. Der Schalthebel, das Clutch-by-wire-Pedal sowie die Bedienelemente für die Modi „Drive“, „Reverse“ und „Neutral“ übermitteln Signale an das Getriebesteuergerät. Dieses verarbeitet die manuellen Eingaben, ohne die grundlegende Betriebslogik des DCT zu verändern. Die Eingaben des Piloten werden von zwei Winkelsensoren mit Hall-Effekt erfasst – einem pro Achse –, während ein als Sperre dienender Push-Pull-Magnetaktuator für das physische Feedback sorgt. Abgerundet wird die Schnittstelle durch den weiß und bernsteinfarben hintergrundbeleuchteten Schaltknauf, der aus eloxiertem Aluminium, einer lichtstreuenden Schicht sowie einer integrierten Leiterplatte mit 12 LEDs besteht.

KUPPLUNGSPEDAL

Das einzigartige Erlebnis einer manuellen Gangschaltung beschränkt sich nicht nur auf den Schalthebel. Deshalb verfügt der Ferrari 12Cilindri Manuale über eine völlig neu gestaltete Drei-Pedal-Anordnung, bei der die Kupplung als hochpräzise Schnittstelle zwischen Fahrer und Antriebsstrang fungiert. Der auf das Pedal ausgeübte Druck wird erfasst und punktgenau digital umgewandelt, bevor er über ein by-wire-System an das Steuergerät des Doppelkupplungsgetriebes übertragen wird. So entsteht eine nahtlose Verbindung zwischen Pedaldruck und dem Öffnen der Kupplungsscheiben. Das System ist darauf ausgelegt, über den gesamten Pedalweg hinweg die Intention des Fahrers anhand seiner Eingaben und unter Einbeziehung von Hard- und Software zu erkennen, um schnelle, präzise und effektive Gangwechsel zu gewährleisten. Das Verhalten entspricht dem eines herkömmlichen manuellen Ferrari Getriebes: Bei perfektem Timing erfolgt der Schaltvorgang geschmeidig und präzise, während ein falsches Timing den Schaltvorgang schwergängiger machen oder leichte Ruckler verursachen kann – was die Einbindung des Fahrers und das Gefühl der Authentizität bei der Rückmeldung maximiert.

Die Funktionsweise des Kupplungspedals folgt einer Logik, die mit der Eingabe durch den Fuß des Piloten beginnt, das digitale System durchläuft und den Befehl an den Antriebsstrang weiterleitet. Die physische Betätigung des Pedals ist digital mit der physischen Ansteuerung des Kupplungspakets verknüpft, sodass der Fahrer Getriebe und Motor während des Schaltvorgangs koordinieren muss. Das System bildet die physiologische Kraft-Weg-Kennlinie mechanisch gekoppelter Schaltgetriebe durch einen innovativen Analogmechanismus nach, der aus einer Vorspannfeder, einer Nocke und einer Rolle besteht. Diese Komponenten interagieren mit dem digitalen Positionssensor und erfassen die Dynamik sowie die Nuancen der Pedalbewegung verzögerungsfrei. Das System baut einen Widerstand unter dem Fuß auf, während die by-wire-Sensoren und Steuereinheiten die physische Bewegung in eine Synchronisation mit Motor und Getriebe übersetzen und so das authentische Gefühl eines manuellen Schaltgetriebes bewahren.

FUNKTIONSPRINZIP

Das System basiert auf einer innovativen Architektur, die eine radikale Neuinterpretation der Fahrereinbindung darstellt. Das manuelle Sechsganggetriebe rückt die direkte Interaktion mit dem Fahrzeug in den Vordergrund: Der manuelle Modus wird ausschließlich über das Kupplungspedal aktiviert, wodurch das Gefühl einer authentischen, natürlichen Bewegung erhalten bleibt. Die Abstimmung des Schalthebels gewährleistet präzise und schnelle Gangwechsel und trägt zu einem konsistenten und lohnenden mechanischen Schaltgefühl bei. Erstmals seit vielen Jahren verzichtet Ferrari hier auf Schaltwippen am Lenkrad. Dies unterstreicht das Ziel, das Fahrerlebnis auf Schalthebel und Kupplung zu konzentrieren und dabei das Bewusstsein und die physische Komponente der Fahrergestiken hervorzuheben.

Während der Fahrt ermöglicht das System die völlige direkte Kontrolle über das Doppelkupplungsgetriebe (DCT). Möglich wird das durch die Integration des Manuale by-wire Systems und der Pedalerie, die dem Fahrer die unmittelbare Steuerung des Getriebes gestatten. Im Automatikmodus lässt sich die Fahrstufe zudem vorab über den Schalthebel wählen, wobei eine Grafikanzeige im Kombiinstrument visualisiert, wie der Drehzahlmesser auf den Gangwechsel reagieren wird. Dieser Ansatz bildet die Dynamik eines Schaltgetriebes originalgetreu nach: Klassische Manöver wie die Spitze-Hacke-Technik (Zwischengas mit gleichzeitiger Betätigung von Bremse und Gas) sind möglich, ebenso wie typische Reaktionen auftreten können, sollte die Kupplung nicht korrekt bedient werden: etwa das Abwürgen des Motors beim Anfahren oder Herunterschalten.

Der Ferrari 12Cilindri Manuale erlaubt dem Fahrer, bei Bedarf in den Automatikmodus zu wechseln, um die Vorteile des vollautomatischen 8-Gang-DCT zu nutzen und den Fahrstil je nach Situation individuell anzupassen. Zudem setzt das System auf eine spezielle Steuerungslogik für Sicherheit und Fahrkomfort, wie etwa ein „Coasting“-Management zum Dahingleiten, das das Fahrzeug bis zur Leerlaufdrehzahl verzögern lässt und dabei sanfte, ruckfreie Übergänge gewährleistet. Der Wechsel zwischen den Modi wird durch dedizierte Bedienelemente sowie visuelle Rückmeldungen im Kombiinstrument und am Schalthebel unterstützt, was jederzeit eine eindeutige, progressive und kontrollierte Steuerung ermöglicht.

DESIGN

Den Ferrari 12Cilindri Manuale hat das Designzentrum Ferrari Centro Stile unter der Leitung von Flavio Manzoni entworfen. Seine Exklusivität unterstreichen eine spezielle „Tailor Made“-Ausstattung sowie eine Reihe ikonischer Details, die das Fahrzeug sofort erkennbar machen. Das Logo auf dem seitlichen Emblem ist per Laser eingraviert, während Frontsplitter und Heckflügel mit einer Pinstripe-Lackierung versehen sind: eine subtile Hommage an den 365 GTB/4. Das „Tailor Made“-Angebot umfasst sorgfältig ausgewählte Außenfarben sowie Interieurs, die mit speziellem Leder und Alcantara veredelt sind und zudem exklusive Zierelemente sowie Farben aus dem Individualisierungsprogramm der Marke aus Maranello aufweisen.

Für den Ferrari 12Cilindri Manuale sind exklusive Schmiedefelgen in vier verschiedenen Ausführungen erhältlich. Das geprägte „Scudetto“-Emblem ist dieser Edition vorbehalten. Es wird mithilfe eines Verfahrens hergestellt, das jenem bei der Prägung wertvoller Münzen ähnelt. Zudem ist eine optionale Lackierung verfügbar, die eine Hommage an das Sechsganggetriebe darstellt und in verschiedenen Farbkombinationen angeboten wird. Die Sitze sind in den Ausführungen „Comfort“ und „Racing“ erhältlich – veredelt mit „Tailor Made“-Materialien sowie einem speziellen Design mit sechs vertikalen Rillen, was ebenfalls auf die sechs Gänge anspielt.

Der Ferrari 12Cilindri Manuale ist in 25 ikonischen Ferrari Farben erhältlich, darunter der markante Farbton „Rosso Rubino“ der Launch-Edition. Zu den weiteren historischen Farbtönen zählen „Argento Nürburgring“, „Nero Daytona“, „Rubino Micalizzato“, „Rosso Dino“, „Giallo Montecarlo“, „Verde Zeltweg“, „Azzurro La Plata“, „Blu Pozzi“, „Bianco Mille Miglia“ und „Viola Hong Kong“. Zu den speziell gestalteten Details gehört darüber hinaus eine eigene Plakette aus Silber oder Karbon, die das „Tailor Made“-Logo trägt. Die serienmäßige Einstiegsleiste aus Aluminium ist mit dem eingravierten Logo des Modells versehen, während bei der optionalen Einstiegsleiste aus Karbon das Logo lackiert ist.

7 JAHRE WARTUNG

Die einmaligen Qualitätsstandards von Ferrari und der konsequente Fokus auf hervorragenden Kundendienst liegen auch dem umfangreichen siebenjährigen Wartungsprogramm für den Ferrari 12Cilindri Manuale zugrunde. Das Programm wird für die komplette Ferrari Modellpalette angeboten. Es deckt die gesamten regelmäßigen Wartungen in den ersten sieben Jahren ab. Dieses Wartungsprogramm ist ein exklusiver Service, der den Kunden die Gewissheit gibt, dass ihr Fahrzeug in diesen sieben Jahren das Spitzenniveau an Leistung und Sicherheit beibehält. Der Service steht auch Zweitbesitzern von Ferrari Modellen zur Verfügung.

Zu den Vorteilen des „Genuine Maintenance“-Programms zählen unter anderem: regelmäßige Wartung (in Intervallen von entweder 20.000 Kilometern oder einmal im Jahr ohne Kilometerbegrenzung), Originalersatzteile und akribische Überprüfungen durch im Ferrari Training Center in Maranello geschultes Fachpersonal unter Verwendung modernster Diagnose-Tools. Der Service wird weltweit von allen Ferrari Vertriebspartnern im offiziellen Händlernetz angeboten.

Das Genuine Maintenance-Programm erweitert das umfangreiche Service-Angebot von Ferrari und entspricht damit den Anforderungen jener anspruchsvollen Kunden, die die Leistung und die Exzellenz bewahren möchten, die alle in Maranello gebauten Modelle auszeichnen.