Eines der exklusivsten Automobilevents der Welt, die Passione Engadina in St. Moritz, feierte dieses Jahr Bugatti. Ein „Pavillon Bugatti“ versammelte 13 seltene und besondere Ikonen im Herzen von St. Moritz, während eine Sammlung von Bugatti-Fahrzeugen an der Julius-Bär-Rallye über Bergstraßen und Alpenpässe teilnahm.
Die Passione Engadina, die bereits zum elften Mal stattfand, ist ein Treffen seltener Oldtimer, die bis 1992 gebaut wurden. Sie stellte dieses Jahr Bugatti in den Mittelpunkt und berief sich dabei auf die Wurzeln von Ettore Bugatti, der aus einer Mailänder Künstlerfamilie stammte. Nach einigen Lehr- und Berufsjahren gründete er mit nur 28 Jahren sein eigenes Unternehmen im elsässischen Molsheim. Seine künstlerische Erziehung und sein natürliches Ingenieurstalent führten dazu, dass Ettore Bugatti einige der schönsten und innovativsten Autos aller Zeiten baute. Seine Visionen inspirieren Bugatti bis heute. Wie er einmal sagte: „Wenn es vergleichbar ist, ist es nicht mehr Bugatti.“
Die Geschichte von Ettore Bugattis Reise und der Entwicklung der Marke wurde in einer Sonderausstellung vor dem Kulm Hotel in St. Moritz erzählt. Der „Pavillon Bugatti“ zeigte 13 Fahrzeuge, vom Type 1 Prinetti Stucchi – ein motorisiertes Dreirad – bis hin zu dem rennstreckenfokussierten Hypersportwagen Bolide¹, der 2024 an Kunden ausgeliefert werden soll.




Am Samstag, 27. August, trafen sich über 130 italienische Oldtimer und Bugatti-Ikonen auf dem Parkplatz der Signalbahn in St. Moritz zum Start der Julius-Bär-Rallye der Passione Engadina. Die Route führte über kurvenreiche Strecken durch die Schweiz und Italien, über Bergstraßen von außergewöhnlicher Schönheit und über die Alpenpässe Bernina, Umbrail und Fuorn.
Unter den Teilnehmern befanden sich auch einige frühe Bugatti Grand-Prix-Fahrzeuge, darunter der Type 35, der Type 51 und der Type 59. Diese technischen Wunderwerke beherrschten einst die Rennstrecken der Welt. Heute werden sie von ihren Besitzern auf der Straße gefahren und sind die Verkörperung des technischen Genies von Ettore Bugatti.




Ein Sammler brachte auch ein ganz besonderes Exemplar des Bugatti EB110 Super Sport mit, der von 1995 bis 2013 den Geschwindigkeitsrekord auf dem Eis hielt. Der allradgetriebene Super Sport erreichte auf einem zugefrorenen See in Finnland mit konventionellen Straßenreifen einen von der FIA anerkannten Geschwindigkeitsrekord von 296,3 km/h.




Am frühen Sonntagmorgen, 28. August, traf Bugatti Pilote Officiel Andy Wallace im nahe gelegenen Flughafen Samedan ein. Auf der spektakulären Start- und Landebahn in 1.707 Meter Höhe über dem Meeresspiegel präsentierte er den Chiron Super Sport in Begleitung von drei Kundenfahrzeugen dynamisch. Es war der perfekte Ort, um die volle Kraft des 1.600 PS starken W16 8,0-Liter-Motors mit vier Turboladern des Chiron Super Sport zu entfesseln.

Die Teilnehmer der Passione Engadina trafen später am Flughafen zum ersten Zeitfahren ein, bei dem die Präzision und die Zeitnahme der Fahrer gefordert waren. Ein zweites Zeitfahren fand zum ersten Mal im Stadtzentrum von St. Moritz, in Dal Bagn, statt, bevor die Fahrzeuge das Publikum mit einer Ausstellung im Kulm Country Club begeisterten und von einer Fachjury prämiert wurden.
