Eingebettet in die Wälder und sanften Hügel von Motegi ist das Mobility Resort Motegi eine der vielseitigsten Motorsportanlagen Japans. Der 1997 von Honda eröffnete Komplex vereint eine internationale Rennstrecke, einen ovalen Speedway, moderne Fahrtrainingsanlagen und Mobilitätsattraktionen an einem einzigen Standort, der ganz im Zeichen von Technik, Bildung und Wettkampf steht.
Die Anlage, die ursprünglich unter dem Namen „Twin Ring Motegi“ bekannt war, wurde im Jahr 2022 in „Mobility Resort Motegi“ umbenannt, um ihrer umfassenderen Mission Rechnung zu tragen, Mobilität, Innovation und Familienerlebnisse über den traditionellen Motorsport hinaus zu fördern.
Obwohl auf dieser Rennstrecke einige der größten internationalen Rennen Japans ausgetragen werden, ist sie nach wie vor untrennbar mit Hondas Philosophie verbunden, sowohl Technologie als auch Menschen weiterzuentwickeln.
Kurz gesagt
- Die Rennstrecke wurde 1997 unter dem Namen „Twin Ring Motegi“ eröffnet.
- Im Jahr 2022 wurde es in „Mobility Resort Motegi“ umbenannt, um Hondas umfassendere Mobilitätsvision widerzuspiegeln.
- Der Komplex umfasste ursprünglich sowohl eine internationale Rennstrecke als auch einen Superspeedway-Oval.
- Die Honda Collection Hall beherbergt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Honda-Rennfahrzeugen.
- Motegi bleibt Hondas wichtigster Standort für Motorsport, Ausbildung und Kundenerlebnisse.
- Auf dieser Rennstrecke fanden bereits Rennen der MotoGP, der IndyCar-Serie, der Super GT und der Super Formula statt.
Geschichte
Der Bau der Anlage begann Mitte der 1990er Jahre im Rahmen von Hondas Bestreben, seine internationalen Motorsportaktivitäten auszuweiten und gleichzeitig ein umfassendes Zentrum für die Fahrerausbildung und die Öffentlichkeitsarbeit zu schaffen.
Der Komplex wurde 1997 offiziell eröffnet und verfügt über zwei eigenständige Rennstrecken: einen 4,801 Kilometer langen Straßenkurs und ein 2,493 Kilometer langes Oval. Das Oval war ursprünglich für Open-Wheel-Rennen nach amerikanischem Vorbild vorgesehen, während der Straßenkurs zur Heimat für Motorrad- und Sportwagenrennen wurde.
In den folgenden Jahrzehnten fanden auf dieser Rennstrecke der japanische Motorrad-Grand-Prix, der japanische Grand Prix, die Super GT, die Super Formula sowie zahlreiche nationale Meisterschaften statt.
Im Jahr 2022 benannte Honda die Anlage in „Mobility Resort Motegi“ um und erweiterte ihren Schwerpunkt um die Themen Nachhaltigkeit, Verkehrserziehung, Freizeitaktivitäten im Freien und Mobilität der nächsten Generation, wobei die Rennanlagen von Weltklasse erhalten blieben.
Streckendesign
Die internationale Rennstrecke ist 4,801 Kilometer lang und umfasst 14 Kurven, die im Uhrzeigersinn befahren werden.
Im Gegensatz zum fließenden Rhythmus von Suzuka zeichnet sich Motegi durch lange Geraden aus, die durch starke Bremszonen und langsame, technische Kurven miteinander verbunden sind. Diese Streckenführung legt großen Wert auf Bremsleistung, Traktion und Beschleunigung und bietet gleichzeitig zahlreiche Überholmöglichkeiten.
Dank der großzügigen Auslaufzonen und der modernen Sicherheitssysteme eignet sich die Rennstrecke besonders gut für Motorradrennen und die Entwicklung durch die Hersteller. Die umliegende Naturlandschaft bietet zudem hervorragende Höhenunterschiede, ohne dass dabei so extreme Steigungen wie auf Rennstrecken wie Spa oder Portimão auftreten.
Obwohl das Oval nach wie vor Teil des Geländes ist, konzentrieren sich internationale Wettkämpfe heute in erster Linie auf den Straßenkurs.
LÄNGE
4,801
Kilometer
BREITE
14–15
Meter
RICHTUNG
CW
im Uhrzeigersinn
BELAG
Asphalt
HÖHENUNTERSCHIED
31,9
Meter
ERÖFFNET
1997
vor 29 Jahren
Das Mobility Resort Motegi zeichnet sich durch starke Bremszonen, relativ langsame Kurven und wiederholte Beschleunigungsphasen aus, wodurch besonderer Wert auf Bremsstabilität und Traktion gelegt wird. Bereits im ersten Abschnitt wird dieser Stop-and-Go-Rhythmus deutlich, da mehrere Kurven mit niedriger und mittlerer Geschwindigkeit eine präzise Positionierung und kontrollierte Kurvenausfahrten erfordern.
In der Mitte der Runde wechseln sich Beschleunigungs- und starke Bremsphasen weiterhin ab, bevor die Strecke in den späteren Abschnitten abwechslungsreicher wird. Die Anfahrt zur 90°-Kurve bietet eine der wichtigsten Überholmöglichkeiten, während der letzte Sektor stärkere Richtungswechsel mit einer weiteren anspruchsvollen Bremszone an der Victory-Kurve kombiniert, bevor es auf die Zielgerade geht.
Anstatt sich auf lange Abfolgen fließender Hochgeschwindigkeitskurven zu verlassen, besteht die Herausforderung in Motegi darin, wiederholt zu bremsen, das Fahrzeug zu drehen und effizient zu beschleunigen. Die Aufrechterhaltung der Leistung während dieser Übergänge belohnt Bremsvertrauen, mechanischen Grip und Traktion, weshalb Konstanz über die gesamte Renndistanz hinweg besonders wichtig ist.
| # | Kurve |
|---|---|
| 1 | K1 Rechts |
| 2 | K2 Links |
| 3 | K3 Links |
| 4 | K4 Rechts |
| 5 | K5 Rechts |
| 6 | K6 Links |
| 7 | K7 Rechts |
| 8 | K8 Links |
| 9 | K9 Rechts |
| 10 | K10 Rechts |
| 11 | K11 Links |
| 12 | K12 Links |
| 13 | K13 Rechts |
Motegi nimmt im japanischen Motorsport eine wichtige Stellung ein, was auf seine Verbindung zu Honda zurückzuführen ist, das den Komplex sowohl als internationale Rennstrecke als auch als Vorzeigeprojekt für Mobilität und Ingenieurskunst entwickelt hat. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1997 hat er bedeutende internationale Meisterschaften in eine Region gebracht, in der es zuvor nur über eine relativ geringe Infrastruktur für den internationalen Motorsport verfügte.
Die Rennstrecke ist insbesondere mit dem Motorrad-Grand-Prix-Sport verbunden und hat sich zu einem traditionsreichen japanischen Lauf der Motorrad-Weltmeisterschaft sowie zu einem wichtigen Heimrennen für Japans Motorradhersteller entwickelt. Motegi war zudem Austragungsort bedeutender Automobilrennen, darunter die IndyCar-Serie und die japanische Super-GT-Meisterschaft, was die Vielseitigkeit des ursprünglichen Konzepts widerspiegelt.
Die übergreifende Bedeutung des Ortes geht über den reinen Rennsport hinaus und zeigt sich in der Honda Collection Hall sowie in der Ingenieurskultur, die im gesamten Komplex zum Ausdruck kommt. Zusammen machen die Rennstrecke, das Museum und die Verbindung zum Hersteller Motegi zu einem Schnittpunkt zwischen japanischem Motorsport, industriellem Erbe und Mobilitätstechnik, wodurch der Ort eine Identität erhält, die über die einer herkömmlichen Rennstrecke hinausgeht.
Besuchserlebnis
Das Mobility Resort Motegi bietet weit mehr als ein herkömmliches Rennwochenende.
Besucher können die Honda Collection Hall erkunden, in der eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Honda-Rennmotorrädern, Formel-1-Rennwagen, IndyCars und Serienfahrzeugen zu sehen ist. Das Resort bietet zudem Offroad-Fahrerlebnisse, Kartfahren, Familienattraktionen, Aktivitäten im Wald sowie pädagogische Mobilitätsprogramme.
An den MotoGP-Wochenenden verbindet die Atmosphäre japanische Gastfreundschaft mit leidenschaftlicher Unterstützung für Honda und die führenden Fahrer des Landes und schafft so eines der einladendsten Motorsportfestivals Asiens.
Lage
Das Mobility Resort Motegi befindet sich in Motegi, etwa 100 Kilometer nordöstlich von Tokio.
Umgeben von Wäldern und ländlicher Idylle bietet der Veranstaltungsort einen ruhigen Kontrast zu den großen Ballungszentren Japans und ist dennoch über Straße und Schiene gut erreichbar.
Adresse
120-1
321-3597 Motegi
Haga District, Tochigi
Japan
Website