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Der Circuit de la Sarthe, der sich über öffentliche Straßen und feste Rennstrecken rund um die historische Stadt Le Mans erstreckt, ist einer der berühmtesten Motorsport-Veranstaltungsorte der Welt. Seit der Ausrichtung des ersten 24-Stunden-Rennens von Le Mans im Jahr 1923 hat sich die Rennstrecke zum ultimativen Testgelände für Fahrzeugtechnik, Zuverlässigkeit und Ausdauer entwickelt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen permanenten Rennstrecken verbindet der Circuit de la Sarthe eigens angelegte Rennabschnitte mit gesperrten öffentlichen Straßen und schafft so einen einzigartigen Streckenverlauf, auf dem die Fahrzeuge durch Wälder, Dörfer und offene Landschaften rasen, bevor sie zum permanenten Bugatti-Circuit-Komplex zurückkehren.

Seit mehr als einem Jahrhundert kommen die Hersteller nach Le Mans nicht nur, um Rennen zu fahren, sondern auch, um die Langlebigkeit, Effizienz und Innovationskraft ihrer Fahrzeuge unter den anspruchsvollsten Bedingungen zu demonstrieren, die man sich vorstellen kann.

Nur wenige Orte haben das Automobil so tiefgreifend geprägt.

Kurz gesagt
  • Auf dem Circuit de la Sarthe finden seit 1923 jedes Jahr die 24 Stunden von Le Mans statt, außer in Kriegszeiten.
  • Etwa zwei Drittel der Rennstrecke bestehen aus öffentlichen Straßen, auf denen außerhalb von Rennveranstaltungen wieder der normale Verkehr herrscht.
  • Bevor 1990 die Mulsanne-Schikanen eingeführt wurden, erreichten die Prototypen auf der Geraden Geschwindigkeiten von über 400 km/h.
  • Die Porsche-Kurven gelten weithin als eine der großartigsten Abfolgen von Hochgeschwindigkeitskurven im weltweiten Motorsport.
  • In modernen Hypercars werden mehr als 60 % einer Runde mit Vollgas zurückgelegt.
  • Technologien, die in Le Mans erstmals zum Einsatz kamen – darunter Scheibenbremsen, Turboaufladung, Dieselmotoren und Hybridsysteme – haben Generationen von Serienfahrzeugen geprägt.

Geschichte

Die Anfänge des Circuit de la Sarthe sind untrennbar mit der Gründung des Automobile Club de l’Ouest (ACO) verbunden, dessen Gründer nach einem Wettbewerb suchten, der die Automobiltechnik voranbringen sollte, anstatt lediglich den schnellsten Fahrer zu ermitteln.

Die ersten 24 Stunden von Le Mans fanden 1923 statt und führten ein revolutionäres Konzept ein: Der Sieg hing nicht von der reinen Geschwindigkeit ab, sondern davon, Leistung und Zuverlässigkeit über einen ganzen Tag und eine ganze Nacht hinweg kontinuierlich aufrechtzuerhalten.

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich die Rennstrecke parallel zur Automobiltechnik weiter. Hochgeschwindigkeitsabschnitte wie die legendäre Mulsanne-Gerade wurden zum Synonym für atemberaubende Höchstgeschwindigkeiten, während tragische Unfälle – darunter die Katastrophe von 1955 – die internationalen Ansätze zur Sicherheit im Motorsport grundlegend veränderten.

Eine der bedeutendsten Änderungen erfolgte im Jahr 1990, als entlang der Mulsanne-Geraden zwei Schikanen eingebaut wurden, um die Endgeschwindigkeiten zu senken, die bei den schnellsten Prototypen 400 km/h überschritten hatten.

Bis heute ist der Circuit de la Sarthe die Heimat des weltweit bedeutendsten Langstreckenrennens und einer der angesehensten Austragungsorte im Motorsport.

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# Kurve
1Courbe Dunlop
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2K2
Links
3K3
Rechts
4K4
Links
5Virage de la Chapelle
Rechts
6"S" du Tertre Rouge
Links
7K7
Rechts
8Virage du Tertre Rouge
Rechts
9K9
Rechts
10Ralentisseur Daytona
Links
11K11
Rechts
12K12
Links
13Ralentisseur Michelin
Rechts
14K14
Links
15Virage de Mulsanne
Rechts
16K16
Rechts
17Virage d'Indianapolis
Links
18Virage d'Arnage
Rechts
19Virage Porsche
Rechts
20Virage du Pont
Links
21K21
Links
22"S" du Karting
Rechts
23K23
Links
24K24
Rechts
25K25
Links
26K26
Links
27"S" Ford
Rechts
28K28
Links
29Virage du Raccordement
Rechts

Besuchserlebnis

Ein Besuch in Le Mans ist mit keinem anderen Rennbesuch zu vergleichen.

Vierundzwanzig Stunden lang verwandelt sich die Rennstrecke in eine temporäre Stadt. Hunderttausende Zuschauer zelten in den umliegenden Wäldern und schaffen so eine Atmosphäre, in der sich Motorsport, Technik, Festkultur und Tradition miteinander verbinden.

Besucher können weite Teile der Rennstrecke erkunden, sich zwischen Tribünen, öffentlichen Zuschauerbereichen und berühmten Kurven bewegen und dabei den außergewöhnlichen Übergang vom Tageslicht zur Dunkelheit und wieder zurück erleben.

Außerhalb der Rennwoche finden auf dem permanenten Bugatti-Circuit Motorradrennen, GT-Wettbewerbe und Trackdays statt, während das nahegelegene Le-Mans-Museum eine der umfangreichsten Sammlungen zur Geschichte des Langstreckenrennsports weltweit beherbergt.

Lage

Der Circuit de la Sarthe umgibt die südlichen Vororte von Le Mans im Westen Frankreichs. Die semipermanente Rennstrecke verbindet öffentliche Straßen mit dem permanenten Bugatti-Kurs und bildet so eine der markantesten Strecken im Motorsport.

Die Nähe zu Paris und die hervorragende Verkehrsanbindung haben dazu beigetragen, dass Le Mans zu einem der weltweit bedeutendsten Pilgerorte für Motorsportbegeisterte geworden ist.

Adresse

Place Luigi Chinetti
Circuit de la Sarthe
72100 Le Mans
Sarthe, Pays de la Loire
Frankreich