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Versteckt hinter den Toren der Ferrari-Zentrale in Maranello ist die Rennstrecke von Fiorano eine der exklusivsten und einflussreichsten Teststrecken der Automobilwelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rennstrecken wurde Fiorano speziell für die Entwicklung der Formel-1-Rennwagen, GT-Rennwagen und Serienfahrzeuge von Ferrari unter der direkten Aufsicht der Ingenieure des Unternehmens errichtet.

Die Rennstrecke wurde 1972 auf Wunsch von Enzo Ferrari eröffnet und dient seit mehr als fünf Jahrzehnten als privates Testgelände von Ferrari. Jede Generation von Ferrari-Ingenieuren, Testfahrern und Formel-1-Weltmeistern hat zu ihrer Geschichte beigetragen.

Obwohl Fiorano für öffentliche Rennen gesperrt ist, hat die Rennstrecke wohl mehr Ferrari-Siege geprägt als jede andere Strecke im Formel-1-Kalender.

Kurz gesagt
  • Fiorano wurde 1972 auf persönlichen Wunsch von Enzo Ferrari errichtet.
  • Nahezu jeder moderne Ferrari-Formel-1-Rennwagen wurde in Fiorano getestet.
  • Jedes bedeutende Ferrari-Straßenfahrzeug der letzten fünf Jahrzehnte wurde auf der Rennstrecke weiterentwickelt.
  • Die Streckenführung wurde speziell darauf ausgelegt, innerhalb einer einzigen Runde eine Vielzahl unterschiedlicher Rennbedingungen nachzubilden.
  • Die Rennstrecke ist direkt mit dem Ferrari-Hauptsitz verbunden, sodass die Ingenieure schnell zwischen Werk und Rennstrecke hin- und herwechseln können.
  • Im Gegensatz zu fast allen bekannten Rennstrecken der Welt war Fiorano nie für öffentliche Rennen vorgesehen.

Geschichte

In den späten 1960er Jahren nutzte Ferrari öffentliche Rennstrecken wie Modena und Monza für die Fahrzeugentwicklung. Enzo Ferrari war der Ansicht, dass das Unternehmen eine eigene Anlage benötigte, in der Ingenieure unter absoluter Geheimhaltung Tests durchführen und gleichzeitig das Entwicklungstempo beschleunigen konnten.

Die Bauarbeiten begannen direkt neben dem Ferrari-Werk in Maranello, und Fiorano wurde 1972 offiziell eröffnet.

Die Rennstrecke spielte fortan eine zentrale Rolle im Formel-1-Programm von Ferrari. Legendäre Fahrer wie Niki Lauda, Gilles Villeneuve, Michael Schumacher, Kimi Räikkönen und Charles Leclerc haben in Fiorano Tausende von Entwicklungsrunden absolviert.

Die Rennstrecke wurde zudem zum Geburtsort der modernen Serienfahrzeuge von Ferrari. Vom Ferrari F40 und Ferrari F50 bis hin zum Ferrari Enzo, Ferrari LaFerrari, Ferrari SF90 Stradale und Ferrari F80 – nahezu jedes moderne Ferrari-Modell wurde hier verfeinert, bevor es an die Kunden ausgeliefert wurde.

Auch heute noch ist Fiorano das Zentrum der Entwicklungsphilosophie von Ferrari.

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Besuchserlebnis

Fiorano ist eine private Anlage und steht der Öffentlichkeit grundsätzlich nicht zum Befahren oder für den uneingeschränkten Zugang zur Verfügung. Dennoch können Besucher von Maranello von den umliegenden öffentlichen Straßen aus oft einen Blick auf die Rennstrecke erhaschen und gelegentlich Entwicklungsfahrzeuge oder Formel-1-Rennwagen bei Testfahrten beobachten.

Die Rennstrecke ist Teil einer umfassenderen Ferrari-Pilgerreise, zu der das Museo Ferrari, das historische Ferrari-Werk, die Stadt Maranello und das gesamte „Motor Valley“ gehören. Zusammen bieten diese Orte Liebhabern einen unvergleichlichen Einblick in eine der weltweit berühmtesten Automobilmarken.

Lage

Die Rennstrecke von Fiorano befindet sich in unmittelbarer Nähe des Ferrari-Hauptsitzes in Maranello, etwa 20 Kilometer südlich von Modena.

Dank seiner Lage im Herzen des italienischen „Motor Valley“ sind zahlreiche legendäre Hersteller, Zulieferer und Ingenieurbüros in nur wenigen Minuten erreichbar.

Adresse

Via Gilles Villeneuve
41042 Fiorano Modenese
Provincia di Modena, Emilia-Romagna
Italien