MADRING, das sich rund um das Messegelände IFEMA Madrid und das angrenzende Stadtviertel Valdebebas erstreckt, ist der neueste, eigens für die Formel 1 konzipierte Grand-Prix-Austragungsort. Die Rennstrecke, die 2026 ihr Debüt als Austragungsort des Großen Preises von Spanien geben soll, verbindet eine permanente Renninfrastruktur mit öffentlichen Straßen und bildet so eines der innovativsten Streckenlayouts der Neuzeit.
Anstatt der traditionellen Formel einer permanenten Rennstrecke oder eines temporären Straßenkurses zu folgen, vereint MADRING beide Konzepte in einer einzigen durchgehenden Runde. Das Ergebnis ist eine Rennstrecke, die auf hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten, zahlreiche Überholmöglichkeiten und eine enge Verbindung zur Stadt Madrid ausgelegt ist und gleichzeitig die technische Qualität bietet, die von einer modernen Formel-1-Rennstrecke erwartet wird.
Im Zentrum steht „La Monumental“, eine spektakuläre Steilkurve, die dazu bestimmt ist, zu einem der bekanntesten modernen Wahrzeichen der Formel 1 zu werden.
Kurz gesagt
- MADRING wird im Jahr 2026 erstmals Austragungsort des Großen Preises von Spanien sein.
- Die Rennstrecke vereint feste Infrastruktur mit öffentlichen Straßen in einem einzigen hybriden Streckenverlauf.
- „La Monumental“ wird mit einer Neigung von 24 % voraussichtlich zur markantesten modernen Steilkurve der Formel 1 werden.
- Die Strecke umfasst die Hochgeschwindigkeitssequenz „Las Enlazadas de Valdebebas“, die so konzipiert ist, dass sie fast mit Vollgas befahren werden kann.
- Die Veranstaltungsstätte ist für eine Kapazität von mehr als 110.000 Zuschauern ausgelegt und verfügt über Erweiterungsmöglichkeiten.
- Damit kehrt die Formel 1 zum ersten Mal seit der Jarama-Ära nach Madrid zurück.
Geschichte
Madrid spielt seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle im spanischen Motorsport. Auf dem historischen Circuito del Jarama fanden bis 1981 Formel-1-Rennen statt; danach wurde der Große Preis von Spanien endgültig nach Barcelona verlegt.
Im Jahr 2024 gab die Formel 1 bekannt, dass Madrid ab 2026 im Rahmen einer langfristigen Vereinbarung erneut Austragungsort des Großen Preises von Spanien sein werde. Anstatt eine bestehende Rennstrecke wiederzuverwenden, entschieden sich die Veranstalter dafür, rund um das IFEMA Madrid eine völlig neue Hybridstrecke zu errichten, die neu gebaute permanente Abschnitte mit bestehenden öffentlichen Straßen kombiniert.
Die Bauarbeiten schritten in den Jahren 2025 und 2026 zügig voran. Die Rennstrecke wurde speziell darauf ausgelegt, die Zugänglichkeit für die Zuschauer zu maximieren und gleichzeitig mehrere innovative technische Merkmale zu integrieren, darunter die charakteristische Steilkurve und die miteinander verbundenen Hochgeschwindigkeitsabschnitte durch Valdebebas.
Das erste Formel-1-Rennen markiert Madrids Rückkehr in die Weltmeisterschaft nach 45 Jahren Abwesenheit.
Streckendesign
Die Grand-Prix-Strecke ist 5,416 Kilometer lang und umfasst 22 Kurven, die im Uhrzeigersinn befahren werden. Etwa vierzig Prozent der Runde verlaufen auf eigens dafür errichteten permanenten Streckenabschnitten, während der Rest über öffentliche Straßen rund um das IFEMA-Gelände und Valdebebas führt.
Die Streckenführung wechselt zwischen technischen Stadtabschnitten, langen Geraden und flüssigen Abschnitten auf der permanenten Rennstrecke. Im Gegensatz zu herkömmlichen Straßenkursen wurden großzügige Streckenbreiten und zahlreiche Bereiche mit starken Bremsmanövern gezielt integriert, um Überholmanöver zu fördern.
Das markanteste Merkmal der Rennstrecke ist „La Monumental“, eine weit geschwungene, überhöhte Kurve, die von den historischen Stierkampfarenen Spaniens inspiriert ist. Mit einer Länge von mehr als 500 Metern und einer Überhöhung von 24 % soll sie zu einer der charakteristischsten Kurven der Formel 1 werden.
Ein weiteres Highlight ist die als „Las Enlazadas de Valdebebas“ bekannte Hochgeschwindigkeitssequenz, bei der die Formel-1-Fahrzeuge mehrere aufeinanderfolgende Kurven mit Vollgas bewältigen müssen, bevor sie in Kurve 17 stark abbremsen.
Kurvenguide
Madring zeichnet sich durch eine Kombination aus schnellen, fließenden Abschnitten und technisch anspruchsvolleren Passagen aus, die sich an die bestehende städtische Umgebung Madrids anpassen. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen permanenten Rennstrecke muss sich der Streckenverlauf an die Geometrie und die Gegebenheiten der Umgebung anpassen, wodurch sich Rhythmuswechsel zwischen schnellen Richtungswechseln, ausgedehnten Bremszonen und langsameren Kurven ergeben, in denen die Traktion zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Die Rennstrecke vereint Abschnitte, die enge Rennsituationen fördern, mit anspruchsvolleren Kurven, in denen das Beibehalten des Schwungs und eine präzise Positionierung entscheidend sind. Ein besonders markantes Merkmal ist „La Monumental“, die steil überhöhte Kurve der Rennstrecke, die eine anhaltende Querbelastung und eine für einen modernen Straßenkurs ungewöhnliche Form des Hochgeschwindigkeitskurvenfahrens mit sich bringt. An anderen Stellen münden lange Beschleunigungsabschnitte in Möglichkeiten zum stärkeren Bremsen, wodurch ein wiederkehrender Kontrast zwischen Geschwindigkeit und technischer Präzision entsteht.
Madrings Herausforderung besteht nicht darin, sich von einer einzigen traditionellen Kurvensequenz dominieren zu lassen, sondern darin, sich an die Veränderungen des Streckencharakters im Verlauf der Runde anzupassen. Die Fahrer müssen Selbstvertrauen in den schnelleren Abschnitten mit Bremsstabilität, Traktion und präziser Positionierung in den engeren Abschnitten der Strecke verbinden.
Madring läutet ein neues Kapitel in der langjährigen Beziehung Spaniens zur Formel 1 ein. Ab 2026 wird die Rennstrecke in Madrid Austragungsort des Großen Preises von Spanien sein, wodurch die Weltmeisterschaft wieder in die Hauptstadt zurückkehrt und ein Land mit einer außergewöhnlich langen Tradition sowohl im Automobil- als auch im Motorradrennsport um einen bedeutenden neuen Austragungsort bereichert wird.
Seine Einführung ist von besonderer Bedeutung, da Madrid bereits zuvor Austragungsort der Formel 1 war, vor allem auf dem Circuito del Jarama; Madring steht jedoch für eine grundlegend andere Generation von Grand-Prix-Austragungsorten. Anstatt auf eine etablierte, permanente Rennstrecke zurückzugreifen, verbindet das Projekt die Formel 1 mit einem großen städtischen Ausstellungsviertel, einer umfangreichen Verkehrsinfrastruktur und eigens errichteten Abschnitten, die auf die Anforderungen des modernen Rennsports und der Veranstaltungsbranche zugeschnitten sind.
Die Rennstrecke spiegelt zudem die zunehmende Bedeutung von Grand-Prix-Rennen an bestimmten Austragungsorten in der modernen Formel 1 wider. Wie Miami und Las Vegas soll auch Madrid den Rennsport mit der allgemeinen Identität und Infrastruktur einer bedeutenden internationalen Stadt verbinden, während durch ihr hybrides Design versucht wird, den technischen Charakter, der normalerweise mit einer permanenten Rennstrecke verbunden ist, stärker zu bewahren.
Die historische Bedeutung von Madring muss daher erst noch durch den Wettkampf unter Beweis gestellt werden. Seine heutige Bedeutung liegt in dem, wofür es steht: die Rückkehr der Formel 1 nach Madrid, eine neue Ära für den Großen Preis von Spanien und ein ambitionierter hybrider Ansatz für modernes Streckendesign. Im Gegensatz zu historischen Austragungsorten, deren Ruf sich über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat, beginnt die Geschichte von Madring erst mit der Saison 2026.
Besuchserlebnis
Eine der größten Stärken von MADRING ist seine Zugänglichkeit.
Im Gegensatz zu vielen modernen Rennstrecken, die weit abseits der Stadtzentren liegen, ist der Austragungsort direkt an das Madrider U-Bahn- und Bahnnetz sowie an den nahegelegenen Flughafen Adolfo Suárez Madrid–Barajas angebunden. Die Zuschauer können die Rennstrecke schnell erreichen und vor und nach dem Rennwochenende eine der großartigen Hauptstädte Europas genießen.
Besucher können den Grand Prix mit den kulturellen Sehenswürdigkeiten Madrids verbinden, darunter das Prado-Museum, der Königspalast von Madrid, die Plaza Mayor und die berühmte Gastronomieszene der Stadt.
Lage
MADRING befindet sich in der Nähe des Messegeländes IFEMA Madrid im Nordosten Madrids, angrenzend an den Stadtteil Valdebebas und nur wenige Minuten vom Flughafen Adolfo Suárez Madrid–Barajas entfernt.
Dank seiner städtischen Lage zählt er zu den am leichtesten erreichbaren Formel-1-Rennstrecken in Europa.
Adresse
Avenida del Partenón 5
28042 Madrid
Madrid, Comunidad de Madrid
Spanien
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