Eingebettet in die sanften Hügel der Steiermark nahe Spielberg ist der Red Bull Ring eine der malerischsten Grand-Prix-Rennstrecken Europas. Durch die Kombination aus dramatischen Höhenunterschieden und einem auf den ersten Blick einfachen Streckenverlauf belohnt er präzises Bremsen, souveränes Kurvenfahren und starke Traktion und sorgt gleichzeitig für durchweg spannende Rennen in verschiedenen Rennklassen.
Die Rennstrecke, die 1969 ursprünglich als Österreichring eröffnet wurde, hat im Laufe der Zeit mehrere Umgestaltungen erfahren, wobei ihre spektakuläre natürliche Lage erhalten blieb. Heute, unter der Trägerschaft der Red Bull GmbH, hat sie sich zu Österreichs führendem Motorsport-Veranstaltungsort entwickelt, auf dem Formel-1-Rennen, MotoGP-Rennen, Langstreckenrennen sowie zahlreiche Herstellerveranstaltungen stattfinden.
Dank seines kompakten Layouts, seiner hervorragenden Einrichtungen und der alpinen Kulisse hat es sich zu einem der weltweit bekanntesten modernen Rennsport-Standorte entwickelt.
Kurz gesagt
- Die Rennstrecke wurde ursprünglich 1969 als Österreichring eröffnet.
- Im Jahr 1996 wurde er zum A1-Ring, bevor er 2011 als Red Bull Ring wiedereröffnet wurde.
- Die Strecke weist lediglich zehn Kurven auf und gehört damit zu den kürzesten Rennstrecken der Formel 1.
- Trotz ihrer geringen Länge verzeichnet die Rennstrecke regelmäßig einige der höchsten Überholzahlen der Meisterschaft.
- Der ursprüngliche Österreichring galt als eine der schnellsten und einschüchterndsten Rennstrecken der Formel 1.
Geschichte
Die Rennstrecke wurde 1969 erstmals als Österreichring eröffnet und ersetzte damit den nahegelegenen Flugplatz-Rennkurs von Zeltweg, auf dem in den 1960er Jahren für kurze Zeit Formel-1-Rennen ausgetragen worden waren.
Der ursprüngliche Österreichring erlangte schnell den Ruf als eine der schnellsten Rennstrecken der Formel 1, mit weit geschwungenen Hochgeschwindigkeitskurven, die den natürlichen Konturen der steirischen Landschaft folgten. Sicherheitsbedenken in den 1980er Jahren führten schließlich dazu, dass er durch eine kürzere Konfiguration ersetzt wurde; 1996 wurde er als A1-Ring wiedereröffnet.
Nach mehreren Jahren ohne größere internationale Rennveranstaltungen wurde die Rennstrecke von der Red Bull GmbH erworben und umfassend saniert. Sie wurde 2011 als Red Bull Ring wiedereröffnet und kehrte 2014 mit dem Großen Preis von Österreich in die Formel-1-Weltmeisterschaft zurück.
Heute zählt es zu den Veranstaltungen mit der größten Zuschauerresonanz sowohl im Formel-1- als auch im MotoGP-Kalender.
Streckendesign
Die Grand-Prix-Strecke ist 4,318 Kilometer lang und verfügt über 10 Kurven, die im Uhrzeigersinn angeordnet sind.
Obwohl die Rennstrecke relativ kurz ist, nutzt sie das umliegende Gelände auf außergewöhnliche Weise aus. Lange Geraden bergauf gipfeln in starken Bremszonen, bevor es bergab durch eine Reihe schneller, technischer Kurven geht, die sowohl Präzision als auch Entschlossenheit erfordern.
In der ersten Hälfte der Runde kommt es vor allem auf das Bremsen und die Traktion an, während in der zweiten Hälfte Rhythmus, aerodynamische Ausgewogenheit und Selbstvertrauen in mittelschnellen und schnellen Kurven gefragt sind.
Die breite Fahrbahn und die zahlreichen Stellen, an denen stark gebremst werden muss, laden stets zu Überholmanövern ein, was den Red Bull Ring zu einer der wettbewerbsintensivsten Rennstrecken im internationalen Rennkalender macht.
LÄNGE
4,326
Kilometer
BREITE
12–13
Meter
RICHTUNG
CW
im Uhrzeigersinn
BELAG
Asphalt
HÖHENUNTERSCHIED
67,2
Meter
ERÖFFNET
1969
vor 57 Jahren
Der Red Bull Ring zeichnet sich durch seine kurze Runde, erhebliche Höhenunterschiede und wiederholte Wechsel zwischen starkem Bremsen und schneller Beschleunigung aus. Der steile Anstieg von der ersten Kurve in Richtung Remus bietet eine der wichtigsten Überholmöglichkeiten der Rennstrecke, bei der eine hohe Bremsstabilität unerlässlich ist, bevor die Fahrer entlang des erhöhten Abschnitts der Strecke wieder beschleunigen.
Der Charakter der Strecke ändert sich in der Mitte der Runde, wenn die Rennstrecke ihren Abstieg beginnt. Schlossgold und Rauch führen schnellere, flüssigere Kurven ein, bevor die Abfahrtssequenz durch Wurzer und die letzten beiden Rechtskurven zunehmend Entschlossenheit und präzise Positionierung erfordern. Ein sauberer Ausgang aus der letzten Kurve ist besonders wichtig, da er unmittelbar die Geschwindigkeit auf der Hauptgeraden bestimmt.
Obwohl der Red Bull Ring vom Grundriss her relativ einfach ist, ist es schwierig, hier eine perfekte Leistung zu erzielen, da sich kleine Einbußen auf einer so kurzen Runde stark auswirken. Eine starke Leistung erfordert sicheres Bremsverhalten und Traktion in den bergauf führenden Abschnitten, während in den schnelleren Kurven bergab Schwung und Stabilität bewahrt werden müssen, weshalb Präzision sowohl im Qualifying als auch im Rennen von besonderer Bedeutung ist.
| # | Kurve |
|---|---|
| 1 | Niki Lauda Rechts |
| 2 | K2 Links |
| 3 | Ams Ag Rechts |
| 4 | Rauch Rechts |
| 5 | K5 Rechts |
| 6 | K6 Links |
| 7 | K7 Links |
| 8 | K8 Rechts |
| 9 | Rindt Rechts |
| 10 | K10 Rechts |
Der Red Bull Ring steht für mehr als fünf Jahrzehnte internationalen Motorsports in Spielberg, beginnend mit dem Österreichring über den A1-Ring bis hin zur heutigen Rennstrecke. An diesem Austragungsort fand der Große Preis von Österreich über mehrere Epochen hinweg statt, wodurch die heutige Formel 1 direkt mit einem der berühmtesten Naturrennstrecken Europas verbunden ist.
Seine heutige Identität ist eng mit Red Bull verbunden, dessen Neugestaltung wieder große internationale Wettbewerbe nach Spielberg brachte. Die Formel 1 kehrte 2014 zurück, die MotoGP folgte 2016, wodurch sich die Rennstrecke als wichtiger Austragungsort für Red Bulls umfangreiches Engagement im Automobil- und Motorrad-Motorsport etablierte.
Neben den Grand-Prix-Rennen finden auf der Rennstrecke auch GT-, Tourenwagen-, Junior-Formel- und Motorradrennen sowie Test- und Fahrveranstaltungen statt. Die Verbindung zwischen der historischen Tradition des Österreichrings, dem modernen internationalen Rennsport und der starken Verankerung in der zeitgenössischen Motorsportkultur macht Spielberg zu einem wichtigen Schnittpunkt zwischen der Rennsportgeschichte Österreichs und seiner anhaltenden Präsenz im globalen Motorsport.
Besuchserlebnis
Der Red Bull Ring bietet eine der spektakulärsten Kulissen im Motorsport.
Die in die steirischen Hügel eingebetteten natürlichen Tribünen bieten einen Panoramablick über weite Teile der Rennstrecke, sodass die Besucher mehrere Kurven gleichzeitig verfolgen können. Die Formel-1- und MotoGP-Rennwochenenden ziehen begeisterte Zuschauer aus ganz Mitteleuropa an und sorgen für eine lebhafte Atmosphäre, die durch Konzerte, Fanzonen und das umfangreiche Hospitality-Programm von Red Bull noch verstärkt wird.
Abseits der Rennstrecke können Besucher die alpine Landschaft der Steiermark, Wanderwege, Radwege und traditionelle österreichische Dörfer erkunden, was Spielberg auch außerhalb der Rennwochenenden zu einem attraktiven Reiseziel macht.
Lage
Der Red Bull Ring befindet sich in der Nähe von Spielberg im österreichischen Bundesland Steiermark, etwa 85 Kilometer westlich von Graz.
Umgeben von Wäldern und Bergen besticht die Rennstrecke durch eine der landschaftlich reizvollsten Kulissen im internationalen Motorsport.
Adresse
1 Red Bull Ring Straße
8724 Spielberg
Murtal, Steiermark
Österreich
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