Der in der Kurstadt Termas de Río Hondo gelegene Rennkurs „Termas de Río Hondo“ ist Argentiniens führende internationale Motorsportstätte und eine der modernsten Rennanlagen Südamerikas. Die 2008 eröffnete und umfassend nach internationalen Standards sanierte Rennstrecke verbindet schnelle, fließende Kurven mit einer modernen Infrastruktur, was sie zu einem Favoriten unter den MotoGP-Fahrern und -Teams gemacht hat.
Die Rennstrecke, die vor allem als Austragungsort des argentinischen Motorrad-Grand-Prix bekannt ist, hat sich zu einem Symbol für Argentiniens Rückkehr in den Motorrad-Weltmeisterschaftssport entwickelt und bietet gleichzeitig eine wachsende Zahl nationaler und internationaler Motorsportveranstaltungen.
Heute gilt die Rennstrecke als eines der führenden Zentren Lateinamerikas für Motorsportwettkämpfe, Fahrerausbildung und Autotourismus.
Kurz gesagt
- Die Rennstrecke wurde 2008 eröffnet und 2013 umfassend umgebaut.
- Die MotoGP kehrte 2014 nach fünfzehnjähriger Pause hier nach Argentinien zurück.
- Die Rennstrecke wurde vom italienischen Rennstreckenarchitekten Jarno Zaffelli neu gestaltet.
- Die Stadt Termas de Río Hondo ist für ihre natürlichen Thermalquellen bekannt.
- Die Rennstrecke gilt als eine der modernsten permanenten Rennanlagen Lateinamerikas.
- Die MotoGP-Wochenenden ziehen Fans aus ganz Südamerika an.
Geschichte
Die ursprüngliche Rennstrecke in Termas de Río Hondo wurde 2008 eröffnet – als Teil des Engagements Argentiniens für den Aufbau einer modernen Motorsportinfrastruktur außerhalb der traditionellen Rennzentren des Landes.
In der Erkenntnis, dass sich hier die Chance bot, bedeutende internationale Meisterschaften anzuziehen, wurde die Rennstrecke zwischen 2012 und 2013 unter der Leitung des renommierten Rennstreckenarchitekten Jarno Zaffelli umfassend umgestaltet. Das neu gestaltete Layout erfüllte die höchsten Sicherheitsstandards der FIA und der FIM und bewahrte gleichzeitig den schnellen und flüssigen Charakter der Rennstrecke.
Im Jahr 2014 feierte die Rennstrecke die Rückkehr des argentinischen Motorrad-Grand-Prix, womit die fünfzehnjährige Abwesenheit Argentiniens aus dem MotoGP-Kalender beendet und Termas de Río Hondo als einer der Orte mit der größten Begeisterung im Rahmen der Meisterschaft etabliert wurde.
Seitdem hat die Rennstrecke kontinuierlich an internationaler Bedeutung gewonnen und dient als Austragungsort für nationale Tourenwagen-, Motorrad-Meisterschaften sowie Langstreckenrennen.
Streckendesign
Die Grand-Prix-Strecke ist 4,805 Kilometer lang und besteht aus 14 Kurven, die im Uhrzeigersinn angeordnet sind.
Die Streckenführung schafft ein Gleichgewicht zwischen langen Geraden und fließenden Mittel- und Hochgeschwindigkeitskurven, die eine geschmeidige Fahrweise und selbstbewusstes Fahren belohnen. Anstatt sich auf enge, technische Kurvenkomplexe zu verlassen, fördert die Strecke das Beibehalten des Fahrimpulses und bietet gleichzeitig mehrere starke Bremszonen, die Überholmöglichkeiten schaffen.
Breite Auslaufzonen und eine großzügige Streckenbreite ermöglichen mehrere Fahrlinien, was zu spannenden Wettkämpfen sowohl in der Motorrad- als auch in der Automobilklasse führt.
Das warme argentinische Klima und die im Allgemeinen gleichbleibenden Streckenbedingungen tragen zusätzlich zum Ruf der Rennstrecke als Schauplatz spannender und hart umkämpfter Rennen bei.
LÄNGE
4,805
Kilometer
BREITE
16
Meter
RICHTUNG
CW
im Uhrzeigersinn
BELAG
Asphalt
HÖHENUNTERSCHIED
10,3
Meter
ERÖFFNET
2008
vor 18 Jahren
Die Rennstrecke von Termas de Río Hondo vereint Kurven mit großem Radius, ausgedehnte Bremszonen und lange Beschleunigungsabschnitte, wodurch eine relativ offene und schnelle Runde entsteht, bei der es besonders darauf ankommt, den Schwung aufrechtzuerhalten. Der erste Abschnitt prägt diesen Charakter durch eine Abfolge von Kurven mit mittlerer Geschwindigkeit, bevor die Teilnehmer ihre Geschwindigkeit in Richtung der längeren Beschleunigungszonen der Rennstrecke steigern.
Im mittleren und hinteren Abschnitt wechseln sich fließende Kurven mit Abschnitten ab, die ein stärkeres Bremsen erfordern, darunter die Anfahrt zur engen Kurve 5 nach der langen Gegengeraden. Mehrere langgezogene Kurven belasten die Reifen kontinuierlich, während der letzte Teil der Runde eine präzise Positionierung und einen sauberen Kurvenausgang belohnt, wenn die Teilnehmer wieder in Richtung Start- und Zielgerade beschleunigen.
Anstatt auf dramatische Höhenunterschiede oder eng aneinander gereihte technische Abschnitte zu setzen, besteht die Herausforderung in Termas de Río Hondo darin, die Geschwindigkeit effizient über die weitläufige, fließende Streckenführung zu tragen. Fahrer, die in den längeren Kurven einen gleichmäßigen Fahrstil beibehalten und dabei Bremsstabilität und Traktion gewährleisten, werden in der Regel am stärksten belohnt.
| # | Kurve |
|---|---|
| 1 | K1 Rechts |
| 2 | K2 Links |
| 3 | K3 Rechts |
| 4 | K4 Rechts |
| 5 | K5 Rechts |
| 6 | K6 Links |
| 7 | K7 Rechts |
| 8 | K8 Rechts |
| 9 | K9 Links |
| 10 | K10 Rechts |
| 11 | K11 Links |
| 12 | K12 Rechts |
| 13 | K13 Rechts |
| 14 | K14 Links |
Termas de Río Hondo hat sich international durch die Wiederaufnahme des Grand Prix von Argentinien im Motorradrennsport etabliert und brachte die MotoGP 2014 nach mehr als einem Jahrzehnt der Abwesenheit zurück nach Argentinien. Die Veranstaltung verschaffte Südamerika einen herausragenden Platz im modernen Grand-Prix-Motorradkalender und zog Fahrer, Hersteller und Fans aus der gesamten Region an.
Die Rennstrecke hat zudem die starke heimische Motorsportkultur Argentiniens gefördert und neben ihrem internationalen Motorradprogramm auch wichtige nationale Rennserien ausgerichtet. Dank ihrer modernen Einrichtungen verfügt das Land nun über einen Austragungsort, an dem sowohl argentinische Rennen als auch Weltmeisterschaftsrennen im Motorsport innerhalb desselben Komplexes stattfinden können.
Termas de Río Hondo nimmt daher eine wichtige Stellung als Bindeglied zwischen dem internationalen Motorradrennsport und der südamerikanischen Motorsportkultur ein. Seine MotoGP-Geschichte bescherte Argentinien eine bedeutende internationale Veranstaltung und stärkte zugleich die Rolle der Rennstrecke als Sport- und Tourismusziel für Fans aus ganz Lateinamerika.
Besuchserlebnis
Die Besucher genießen eine einladende Atmosphäre, die Argentiniens Begeisterung für den Motorsport widerspiegelt.
Moderne Tribünen bieten einen hervorragenden Blick auf den geschwungenen Streckenverlauf, während die nahegelegene Stadt Termas de Río Hondo mit Thermalbädern, Hotels und Restaurants lockt, die seit langem Besucher aus dem In- und Ausland anziehen. An MotoGP-Wochenenden verwandelt sich die Stadt in ein pulsierendes Fest der Motorradkultur, zu dem Fans aus ganz Lateinamerika anreisen.
Die Kombination aus Rennsport, lokaler Gastfreundschaft und den berühmten Thermalquellen der Region sorgt für ein Erlebnis, das an keinen anderen Austragungsort im MotoGP-Kalender zu finden ist.
Lage
Die Rennstrecke befindet sich am Stadtrand von Termas de Río Hondo im Norden Argentiniens, etwa 80 Kilometer nordwestlich von Santiago del Estero.
Die umliegende Region ist für ihre Thermalquellen und ihr ganzjährig mildes Klima bekannt, was sie auch über den Motorsport hinaus zu einem beliebten Reiseziel macht.
Adresse
G4220 Termas de Río Hondo
Río Hondo, Santiago del Estero
Argentinien
Website