Der Phillip Island Grand Prix Circuit, der hoch über der beeindruckenden Küste im Süden von Phillip Island thront, zählt zu den spektakulärsten Motorsportstätten der Welt. Durch die Kombination atemberaubender Ausblicke auf das Meer mit einer der schnellsten und flüssigsten Streckenführungen im internationalen Rennsport hat er sich zu einem beliebten Treffpunkt für Fahrer, Rennfahrer und Zuschauer gleichermaßen entwickelt.
Seit ihrer Eröffnung in ihrer heutigen Form in den 1950er Jahren hat sich die Rennstrecke durch die MotoGP, die Superbike-Weltmeisterschaft, Langstreckenrennen und die australischen Meisterschaften einen internationalen Ruf erworben. Die Kombination aus weitläufigen Kurven, raschen Höhenunterschieden und dem unvorhersehbaren Küstenwetter schafft eine Herausforderung, wie sie auf keiner anderen Rennstrecke zu finden ist.
Für viele Teilnehmer steht Phillip Island für puren Fahr- und Rennsportgenuss.
Kurz gesagt
- Seit den 1920er Jahren finden auf Phillip Island Motorsportveranstaltungen statt.
- Die permanente Rennstrecke wurde erstmals im Jahr 1956 eröffnet und vor ihrer Wiedereröffnung im Jahr 1988 umfassend umgebaut.
- Seit 1989 findet auf Phillip Island der australische MotoGP-Lauf statt.
- Starke Küstenwinde beeinflussen häufig die Rennstrategie und die Fahrzeugabstimmung.
- Die Rennstrecke ist für ihre außergewöhnlich hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten in den Kurven bekannt.
- Viele MotoGP-Fahrer zählen Phillip Island zu den besten Motorradrennstrecken der Welt.
Geschichte
Die Geschichte des Motorsports auf Phillip Island reicht bis in die 1920er Jahre zurück, als Rennen auf öffentlichen Straßen rund um die Insel ausgetragen wurden. Die permanente Rennstrecke wurde 1956 eröffnet, bevor finanzielle Schwierigkeiten Ende der 1960er Jahre zu ihrer Schließung führten.
Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen in den 1980er Jahren wurde die Rennstrecke 1988 mit modernen Einrichtungen wiedereröffnet, wobei der fließende Charakter, der bereits große Bewunderung hervorgerufen hatte, erhalten blieb.
Die Rennstrecke wurde 1989 in den Kalender des australischen Motorrad-Grand-Prix aufgenommen und hat sich seitdem zu einer der renommiertesten Veranstaltungen der MotoGP entwickelt. Sie dient zudem als traditioneller Auftakt der australischen Rennrunde und festigt damit ihren Ruf als eine der weltweit führenden Motorradrennstrecken.
Auch heute noch gilt Phillip Island als die geistige Heimat des internationalen Motorradrennsports in Australien.
Streckendesign
Die Grand-Prix-Strecke ist 4,445 Kilometer lang und umfasst 12 Kurven, die im Uhrzeigersinn angeordnet sind.
Im Gegensatz zu vielen modernen Rennstrecken setzt Phillip Island eher auf Schwung als auf starkes Bremsen. Schnelle, ineinander übergehende Kurven prägen die Runde, sodass Fahrer und Rennfahrer außergewöhnlich hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten beibehalten können, während sie kontinuierlich zwischen fließenden Kurven wechseln.
Die Rennstrecke folgt dem natürlichen Küstenrelief der Insel, wobei sanfte Höhenunterschiede sowohl die technische Herausforderung als auch die spektakulären Ausblicke unterstreichen. Weite Kurven ermöglichen verschiedene Fahrlinien, während die Lage der Strecke an der Bass-Meerenge dazu führt, dass starke Winde häufig die Bremspunkte und die Stabilität der Fahrzeuge beeinflussen.
Das Ergebnis ist ein Layout, das Selbstvertrauen, Präzision und einen ununterbrochenen Arbeitsablauf fördert.
LÄNGE
4,448
Kilometer
BREITE
10–12
Meter
RICHTUNG
CCW
gegen den Uhrzeigersinn
BELAG
Asphalt
HÖHENUNTERSCHIED
26
Meter
ERÖFFNET
1928
vor 98 Jahren
Die Rennstrecke des Grand Prix von Phillip Island zeichnet sich durch hohe Geschwindigkeiten, flüssige Kurvenfolgen und erhebliche Höhenunterschiede aus, wodurch eine Runde entsteht, bei der es wesentlich wichtiger ist, den Schwung aufrechtzuerhalten, als wiederholt stark zu bremsen. Der erste Abschnitt verdeutlicht diesen Charakter bereits unmittelbar durch die Doohan-Kurve, bevor die Strecke in Richtung der engen Southern Loop abfällt und in den folgenden Abschnitten wieder ansteigt.
Der mittlere und der letzte Teil der Runde bergen einige der charakteristischen Herausforderungen von Phillip Island. Von „Siberia“ aus folgt eine schnelle Abfolge von Kurven in Richtung der spektakulären „Lukey Heights“, wo die Strecke ihren höchsten Punkt erreicht, bevor sie steil hinab in den „MG“-Abschnitt führt. Von dort aus beschleunigen die Fahrer auf die lange letzte Linkskurve zu, in der es entscheidend ist, die Geschwindigkeit beizubehalten, um den Übergang auf die „Gardner Straight“ zu meistern.
Die größte Herausforderung auf Phillip Island besteht darin, Entschlossenheit mit geschmeidigem Fahrstil auf einer Rennstrecke zu verbinden, deren Rhythmus nur selten unterbrochen wird. Hochgeschwindigkeitskurven, Steigungen und wechselnde Küstenwinde belohnen Selbstvertrauen und Stabilität des Fahrwerks, während die Erhaltung der Reifenleistung aufgrund der langen, durchgehenden Kurven besonders wichtig ist.
| # | Kurve |
|---|---|
| 1 | K1 Rechts |
| 2 | K2 Links |
| 3 | K3 Links |
| 4 | K4 Rechts |
| 5 | K5 Rechts |
| 6 | K6 Links |
| 7 | K7 Links |
| 8 | K8 Rechts |
| 9 | K9 Links |
| 10 | K10 Rechts |
| 11 | K11 Links |
| 12 | K12 Links |
Phillip Island nimmt eine zentrale Stellung im australischen Motorsport ein. Die Rennsportgeschichte der Insel reicht bis in die 1920er Jahre zurück, als dort noch Rennen auf öffentlichen Straßen ausgetragen wurden, bevor 1956 die permanente Rennstrecke eröffnet wurde. Im Laufe verschiedener Betriebs- und Umbauphasen entwickelte sich die Anlage zu einer der international bekanntesten Rennstrecken Australiens.
Seine stärkste weltweite Bekanntheit verdankt die Rennstrecke dem Motorrad-Grand-Prix und der Superbike-Weltmeisterschaft, wo der schnelle, flüssige Streckenverlauf über Generationen hinweg unvergessliche Rennen hervorgebracht hat. Der australische Motorrad-Grand-Prix hat Phillip Island zu einem wichtigen Treffpunkt für Fahrer und Fans gemacht, während der Charakter der Rennstrecke im internationalen Motorradrennsport besonderen Respekt genießt.
Der Automobilrennsport bleibt durch Tourenwagenrennen, Langstreckenrennen und bedeutende australische Meisterschaften ein wichtiger Bestandteil seines Erbes. Zusammen mit seiner Tradition im Motorradrennsport und der außergewöhnlichen Lage an der Küste verleiht dies Phillip Island eine einzigartige Stellung, an der die australische Motorsportgeschichte, der internationale Rennsport und die Gestaltung von Rennstrecken in natürlicher Landschaft eng miteinander verbunden sind.
Besuchserlebnis
Nur wenige Rennstrecken verbinden Motorsport auf Weltklasseniveau mit einer derart bemerkenswerten landschaftlichen Schönheit.
Die Zuschauer genießen einen unverbauten Blick über die Bass-Meerenge, während sie den Motorrädern dabei zusehen, wie diese durch die weit geschwungenen Kurven entlang der Küste rasen. Abseits der Rennstrecke können Besucher die berühmte Pinguinparade von Phillip Island, raue Strände, Wildparks und malerische Küstenstraßen erleben, was die Insel zu einem der vielseitigsten Motorsport-Reiseziele Australiens macht.
Die Kombination aus Rennsport, Tierwelt und spektakulären Landschaften verleiht Phillip Island einen Charakter, den kein anderer Grand-Prix-Austragungsort zu bieten hat.
Lage
Die Grand-Prix-Rennstrecke von Phillip Island befindet sich in der Nähe von Cowes auf Phillip Island, etwa 140 Kilometer südöstlich von Melbourne.
Die Insel ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden und bietet somit eine gute Erreichbarkeit, ohne dabei ihre unverwechselbare Küstenatmosphäre einzubüßen.
Adresse
381 Back Beach Road
3922 Ventnor
Bass Coast Shire, Victoria
Australien